Einführung eines Sozialtarifs für Strom durch die STAWAGRatsantrag DIE LINKE 266/16
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Ratsherr Müller, Vorsitzender der Fraktion, Die Linke, beschreibt den steten Anstieg der Strompreise, zuletzt zu Beginn des Jahres durchschnittlich um 11,7 %, wobei die STAWAG ihre Preise um lediglich 9,5 % angehoben habe. Entsprechend problematisch sei die daraus resultierende Situation für ALG II-Bezieher, für die der Eckregelsatz natürlich nicht gleichermaßen angehoben werde. Die Folge seien zahlreiche Stromsperrungen, an Ansparungen für Sonderausgaben, wie bspw. für die Beschaffung einer neuen Waschmaschine, sei gar nicht erst zu denken. Sicherlich handele es sich weniger um ein Problem, das auf kommunaler Ebene als vielmehr auf Bundesebene in Form einer armutsfesten Grundsicherung zu lösen sei, allerdings nehme sich der Bund des Problems nicht an. Bis also der Forderung der Linken nach einer solchen Grundsicherung entsprochen werde, sei es an der Stadt, zumindest vorübergehend eine Lösung für ein Problem zu schaffen, für das sie eigentlich keine Verantwortung trage. Die STAWAG mache viele gute Ansätze, biete u.a. die Möglichkeit der Ratenzahlung oder betreibe eine Beratungspolitik zum Sparen von Strom, all dies vermöge aber im Einzelfall nicht zu helfen. Aus diesem Grunde habe die Fraktion Die Linke den Antrag gestellt, zumindest für die Übergangszeit mit den regionalen Energieversorgern einen günstigen Stromtarif für sozial schwach Gestellte vereinbaren. Anhaltspunkt für den festzulegenden Personenkreis können bspw. die Inhaber des Aachen-Passes sein. Überraschenderweise habe die STAWAG eine Stellungnahme abgegeben, die wesentlich zurückhaltender gewesen sei, als das vorangegangene persönliche Gespräch es habe vermuten lassen.
Es handele sich hier um eine Entscheidung, die politisch zu treffen sei, weshalb die Fraktion Die Linke darum bitten wolle, die Thematik an den zuständigen Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie zu verweisen, damit dieser eine Beschlussempfehlung für den Rat der Stadt aussprechen möge. Der jetzige Umgang in Form der erarbeiteten Vorlage ohne Stellungnahme der Verwaltung und des anhängenden Schreibens der STAWAG halte er für sehr verwunderlich.
Der Oberbürgermeister ergänzt die Ausführungen von Ratsherrn Müller dahingehend, dass die Stellungnahme der STAWAG nicht nur Maßnahmen aufzeige, die hier ergriffen worden seien, sondern auch die Information beinhalte, dass, entgegen den Ausführungen des Vorsitzenden der Fraktion Die Linke, die Stromabschaltungen in Aachen deutlich rückläufig seien.
Alsdann lässt er über den Antrag der Fraktion auf Verweisung des Tagesordnungspunktes in den Fachausschuss abstimmen.
Beschluss
Technische Details
ID: 57955
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=57955
Grunddaten
- TOP
- Ö 17
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Aachen
- Gremium
- Rat der Stadt Aachen
- Datum
- Mi., 29.05.2013
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- gemischt