TOP 4.1Öffentlich

Über- und außerplanmäßige Aufwendungen/Auszahlungen/Verpflichtungsermächtigungen- Haushaltsjahr 2014 -Überplanmäßige Bereitstellung von Mitteln im Produkt 050202 - Leistungen nach dem AsylbLG -und im Produkt 100803 - Verwaltung und Betrieb von Unterkünften und Einrichtungen (Wohnungsl., Asylb./Flüchtlinge, Spätaus.)

FB 50/0028/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Ratsherr Baal, der Vorsitzende der CDU-Fraktion, erklärt, dass seine Fraktion der Verwaltungsvorlage zustimmen werde und bedankt sich ausdrücklich beim Leiter des Fachbereichs Soziales und Integration sowie dessen Team für die geleistete Arbeit, um Menschen auf der Flucht in Aachen kurzfristig und würdevoll unterzubringen. Er zitiert eine Veröffentlichung von Ratsherrn Mohr, in welcher dieser sich darüber mokiere, dass Asylbewerber in Hotels und Einzelwohnungen untergebracht würden und „gepflegte Gemeinschaftsunterkünfte nicht gut genug seien für Menschen, die in ihrer Heimat in Baracken ohne Wasseranschluss lebten“.

Ratsherr Baal zitiert Artikel 1 des Grundgesetzes, wonach die Würde des Menschen unantastbar sei, und macht deutlich, dass damit nicht nur die Würde der Deutschen gemeint sei. Es gebe keine unterschiedlichen Klassen von Menschen. Ratsherr Mohr selektiere Menschen in zwei Klassen und rede damit dem Rassismus das Wort. Solchen Auswüchsen müsse man sich deutlich entgegenstellen und sich davon distanzieren. Eine andere Alternative als den Weg, den man in Aachen gehe, gebe es nicht.

Ratsherr Mohr, AfD, nimmt ausführlich Stellung und teilt mit, dass die AfD in Aachen sich selbstverständlich dafür einsetze, verfolgte Menschen in Aachen aufzunehmen. Er kritisiert jedoch die hohe Quote der Unterbringung in Einzelwohnungen, die in Aachen deutlich über dem Durchschnitt anderer Städte liege und die angesichts der Haushaltslage nicht finanzierbar sei. Die Vorwürfe von Ratsherrn Baal weist er in aller Entschiedenheit zurück.

Der Oberbürgermeister verwahrt sich gegen die Unterstellung, die Verwaltung würde Geld zum Fenster hinauswerfen.

Ratsfrau Höller-Radtke, SPD-Fraktion, berichtet, dass der Ausschuss für Soziales, Integration und Demografie dem Rat einstimmig empfehle, die überplanmäßigen Mittel zu beschließen, und dankt Ratsherrn Baal für seine klaren Worte.

Ratsfrau Griepentrog, Fraktionssprecherin der Grünen Fraktion, beklagt, dass man hier eine Diskussion führe, in der nach Rechten für „eigene und nicht-eigene Bürger“ unterschieden werde und äußert deutlich ihre tiefe Betroffenheit hierüber.

Ratsherr Palm, PRO NRW, weist darauf hin, dass die Anerkennungsquote bei Asylbewerbern bei

2 % läge, was bedeute, dass 98 % derjenigen, die sich hier aufhielten und großzügig versorgt würden, nicht hier sein sollten.

Ratsherr Servos, Vorsitzender der SPD-Fraktion, bezeichnet die Äußerungen von Ratsherrn Mohr und Ratsherrn Palm als hanebüchenen Quatsch und erklärt, dass die Bereitstellung der erforderlichen Mittel eine Investition in die Grundbedürfnisse der Menschen sei, die dies dringend benötigten.

Ratsherr Helg, Vorsitzender der FDP-Fraktion, hält die Äußerungen der Ratsherren Mohr und Palm für hetzerisch und tendenziös.

Ratsherr Deumens, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, erfüllt die große Hilfsbereitschaft der Aachener Bevölkerung mit Stolz.

Unter der Maske des Biedermannes habe sich die hässliche Fratze des Brandstiftertums und der Demagogie gezeigt, so Ratsfrau Moselage, FDP-Fraktion.

Auch Ratsherr Paul, Grüne Fraktion, zeigt sich fassungslos und betont, dass die AfD „Stimmung auf Kosten der Schwachen“ mache und die Entsolidarisierung der Gesellschaft betreibe.

Ratsherr Schultheis, SPD-Fraktion, wirft Ratsherrn Mohr faschistoides Gedankengut vor.

Der Oberbürgermeister erklärt, dass jedes Ratsmitglied die Möglichkeit habe, mit dem Beschluss über diesen Tagesordnungspunkt seine Haltung zu diesem Thema zu dokumentieren und lässt sodann über den Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen.

Beschluss

Der Rat stimmt im Haushaltsjahr 2014 bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen mit Mehrheit der Genehmigung von überplanmäßigen Mitteln im Produkt 050202 – Leistungen nach dem AsylbLG –und im Produkt 100803 – Verwaltung und Betrieb von Unterkünften und Einrichtungen konsumtiv in Höhe von insgesamt 2.682.200 € sowie investiv in Höhe von 105.300 € bei den folgenden PSP-Elementen zu und nimmt die vorab bereitgestellten 29.000 € zur Kenntnis: PSP-Element Kostenarten / PSP-Element Fehlbetrag gerundet 4-050202-902-8 53390000 Grundleistungen §§ 3,5 AsylbLG 1.544.100 € 4-050202-903-6 53390000 § 4 AsylbLG Krankenhilfe a.E. 314.600 € 4-050202-904-4 53390000 § 6 AsylbLG sonst. Sachl. 71.000 € 4-050202-907-7 53390000 § 4 AsylbLG Krankenhilfe i.E. 352.300 € 1-100803-900-4 54220000 Mieten, Pachten, Erbbauzinsen 225.100 € 54290000 Transportkosten 19.800 € 4-100803-902-6 53390000 Bereitstellung von Hausrat/Haushaltswäsche 50.000 € 5-100803-900-00100-900-1 78350000 Beschaffung von Vermögensgegenst. – Festwerte 52560000 Aufwendungen für Festwerte je 105.300 € (davon vorab bereitgestellt: je 29.000 €) Summe Fehlbedarf konsumtiv investiv 2.682.200 € 105.300 €

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

  1. Der Finanzausschuss empfiehlt dem Rat im Haushaltsjahr 2014 derGenehmigung von überplanmäßigen Mitteln im Produkt 050202 – Leistungen nach dem AsylbLG- und im Produkt 100803 – Verwaltung und Betrieb von Unterkünften und Einrichtungen konsumtiv in Höhe von insgesamt 2.682.200 € sowie investiv in Höhe von 105.300 € bei den folgenden PSP-Elementen zu zustimmen und die vorab bereitgestellten 29.000 € zur Kenntnis zu nehmen:

PSP-Element

Kostenarten / PSP-Element

Fehlbetrag

gerundet

4-050202-902-8

53390000Grundleistungen §§ 3,5 AsylbLG

1.544.100 €

4-050202-903-6

53390000§ 4 AsylbLG Krankenhilfe a.E.

314.600 €

4-050202-904-4

53390000 § 6 AsylbLG sonst. Sachl.

71.000 €

4-050202-907-7

53390000 § 4 AsylbLG Krankenhilfe i.E.

352.300 €

1-100803-900-4

54220000 Mieten, Pachten, Erbbauzinsen

225.100 €

1-100803-900-4

54290000 Transportkosten

19.800 €

4-100803-902-6

53390000 Bereitstellung von

Hausrat/Haushaltswäsche

50.000 €

5-100803-900-00100-900-1

1-100803-900-4

78350000 Beschaffung von

Vermögensgegenst. – Festwerte

52560000 Aufwendungen für Festwerte

je 105.300 €

(davon vorab bereitgestellt: je 29.000 €)

Summe Fehlbedarf

konsumtiv

investiv

2.682.200 €

105.300 €

  1. Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie empfiehlt dem Rat im Haushaltsjahr 2014 derGenehmigung von überplanmäßigen Mitteln im Produkt 050202 – Leistungen nach dem AsylbLG- und im Produkt 100803 – Verwaltung und Betrieb von Unterkünften und Einrichtungen konsumtiv in Höhe von insgesamt 2.682.200 € sowie investiv in Höhe von 105.300 € bei den folgenden PSP-Elementen zu zustimmen und die vorab bereitgestellten 29.000 € zur Kenntnis zu nehmen:

PSP-Element

Kostenarten / PSP-Element

Fehlbetrag

gerundet

4-050202-902-8

53390000Grundleistungen §§ 3,5 AsylbLG

1.544.100 €

4-050202-903-6

53390000§ 4 AsylbLG Krankenhilfe a.E.

314.600 €

4-050202-904-4

53390000 § 6 AsylbLG sonst. Sachl.

71.000 €

4-050202-907-7

53390000 § 4 AsylbLG Krankenhilfe i.E.

352.300 €

1-100803-900-4

54220000 Mieten, Pachten, Erbbauzinsen

225.100 €

1-100803-900-4

54290000 Transportkosten

19.800 €

4-100803-902-6

53390000 Bereitstellung von

Hausrat/Haushaltswäsche

50.000 €

5-100803-900-00100-900-1

1-100803-900-4

78350000 Beschaffung von

Vermögensgegenst. – Festwerte

52560000 Aufwendungen für Festwerte

je 105.300 €

(davon vorab bereitgestellt: je 29.000 €)

Summe Fehlbedarf

konsumtiv

investiv

2.682.200 €

105.300 €

  1. Der Rat stimmt im Haushaltsjahr 2014 der Genehmigung von überplanmäßigen Mitteln im Produkt 050202 – Leistungen nach dem AsylbLG –und im Produkt 100803 – Verwaltung und Betrieb von Unterkünften und Einrichtungen konsumtiv in Höhe von insgesamt 2.682.200 € sowie investiv in Höhe von 105.300 € bei den folgenden PSP-Elementen zu und nimmt die vorab bereitgestellten 29.000 € zur Kenntnis:

PSP-Element

Kostenarten / PSP-Element

Fehlbetrag

gerundet

4-050202-902-8

53390000Grundleistungen §§ 3,5 AsylbLG

1.544.100 €

4-050202-903-6

53390000§ 4 AsylbLG Krankenhilfe a.E.

314.600 €

4-050202-904-4

53390000 § 6 AsylbLG sonst. Sachl.

71.000 €

4-050202-907-7

53390000 § 4 AsylbLG Krankenhilfe i.E.

352.300 €

1-100803-900-4

54220000 Mieten, Pachten, Erbbauzinsen

225.100 €

1-100803-900-4

54290000 Transportkosten

19.800 €

4-100803-902-6

53390000 Bereitstellung von

Hausrat/Haushaltswäsche

50.000 €

5-100803-900-00100-900-1

1-100803-900-4

78350000 Beschaffung von

Vermögensgegenst. – Festwerte

52560000 Aufwendungen für Festwerte

je 105.300 €

(davon vorab bereitgestellt: je 29.000 €)

Summe Fehlbedarf

konsumtiv

investiv

2.682.200 €

105.300 €

Erläuterungen

Erläuterungen:

In den Produkten 050202 und 100803 besteht in 2014 nach den aktuellen Hochrechnungen ein überplanmäßiger Bedarf konsumtiv in Höhe von insgesamt 2.682.200 € sowie investiv in Höhe von 105.300 €. Die Beträge setzen sich wie folgt zusammen:

PSP-Element

Kostenarten / PSP-Element

Fehlbetrag

gerundet

4-050202-902-8

53390000Grundleistungen §§ 3,5 AsylbLG

1.544.100 €

4-050202-903-6

53390000§ 4 AsylbLG Krankenhilfe a.E.

314.600 €

4-050202-904-4

53390000 § 6 AsylbLG sonst. Sachl.

71.000 €

4-050202-907-7

53390000 § 4 AsylbLG Krankenhilfe i.E.

352.300 €

1-100803-900-4

54220000 Mieten, Pachten, Erbbauzinsen

225.100 €

1-100803-900-4

54290000 Transportkosten

19.800 €

4-100803-902-6

53390000 Bereitstellung von

Hausrat/Haushaltswäsche

50.000 €

5-100803-900-00100-900-1

1-100803-900-4

78350000 Beschaffung von

Vermögensgegenst. – Festwert

52560000 Aufwendungen für Festwerte

je 105.300 €

(davon vorab bereitgestellt je 29.000 €)

Summe Fehlbedarf

konsumtiv

investiv

2.682.200 €

105.300 €

Die Flüchtlingszahlen sind seit August des Jahres enorm gestiegen. Bei der Planung der benötigten Mittel für das Haushaltsjahr 2014 war diese Entwicklung nicht absehbar, so dass die geplanten Ansätze nicht ausreichend sind.In den Anlagen 1 und 2 sind die Ansätze 2014 sowie die Berechnung der noch benötigten Mittel aufgeführt.

Zur Abdeckung des Beschaffungsbedarfs bis zur Ratssitzung am 10.12.2014 wurden bereits 29.000 € am 14.11.2014 vorab überplanmäßig bereitgestellt.

Zur Deckung stehen folgende eingesparte Mittel bzw. Mehrerträge zur Verfügung:

  • 5.000 € - PSP-Element 1-050101-900-6/54310000 - Geschäftsaufwendungen
  • 4.900 € - PSP-Element 4-050101-915-7/53180000 - Erstellung des Sozialentwicklungspl.
  • 60.000 € - PSP-Element 4-050101-916-5/53180000 - Sozialraumbezogene Maßnahmen
  • 489.662 € - PSP-Element 1.050202-900-6/44810000 -Erstattungen des Landes
  • 115.600 € - PSP-Element 1-050202-900-6/52340000 - Krankenhilfe § 2 AsylbLG
  • 270.100 € - PSP-Element 1-050202-900-6/53390000 - § 2 AsylbLG analoge Leistungen
  • 9.000 € - PSP-Element 4-050202-905-2/53390000 - § 6 AsybLG sonst. Geldl.
  • 3.800 € - PSP-Element 4-050202-906-9/53390000 - § 2 AsylbLG Hilfe i.b. Leb. i.E.
  • 6.000 € - PSP-Element 1-050501-900-8/54310000 - Geschäftsaufwendungen
  • 30.000 € - PSP-Element 4-050501-901-3/53180000 - Projekte zur Integration
  • 31.200 € - PSP-Element 4-100803-902-6/44840000 - Erst. für Hausrat/Haushaltswäsche
  • 20.000 € - PSP-Element 4-150101-905-6/53580000 - EU-Projekte
  • 20.000 € - PSP-Element 1-150202-900-1/52410000 – Standortentw. Gewerbeflächenm.
  • 105.300 € - PSP-Element 5-011301-900-00100-100-3/78210000 – Allg. Grunderwerb

Es stehen im konsumtiven Bereich 1.065.262 € und im investiven Bereich 105.300 € = insgesamt 1.170.562 € zur Deckung zur Verfügung. Ein Betrag in Höhe von 1.616.938 € kann nicht aus Mitteln des Dezernates gedeckt werden.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Die überplanmäßigen Haushaltsmittel sind bei den o.a. PSP-Elementen bereitzustellen. Die Mehraufwendungen/Mehrauszahlungensind durch die aufgeführten Mehrerträge/Mehreinzahlungen bzw. Minderaufwendungen/Minderauszahlungenin Höhe von 1.170.562 € gedeckt.

Der ungedeckte Betrag in Höhe von 1.616.938 € ist im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten aus dem gesamtstädtischen Haushalt zu decken.

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

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Metadaten

TOP
Ö 4.1
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Aachen
Gremium
Rat der Stadt Aachen
Datum
Mi., 10.12.2014
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
Fachbereich Soziales und Integration
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 18:40