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Schließung des katholischen Teilstandortes Barbarastraße der GGS Brühlstraße

FB 45/0256/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Ratsfrau Keller, Vorsitzende des Schulausschusses, hebt die Brisanz des Themas hervor. Letzten Endes habe man mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein parteiübergreifend einen Beschluss gefasst, der sicherlich niemandem leicht falle, der jedoch bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung mehrheitlich ergangen sei. Sie wolle abschließend dem pädagogischen Personal danken, das über einen langen Zeitraum an einem nicht einfachen Standort eine intensive, gute und qualifizierte Arbeit geleistet habe.

Ratsfrau Griepentrog erklärt als Sprecherin der Fraktion Die Grüne, dass diese in der Sitzung des Schulausschusses gegen den Beschlussvorschlag gestimmt habe und dies auch heute wiederholen werde. Noch im Januar habe sich die Verwaltung für den Erhalt des Schulstandortes ausgesprochen, was im Mai durch einen fraktionsübergreifenden Antrag gestützt worden sei. Nun schließe man, einfach so nebenher, den Schulstandort, nehme den Leerstand des Gebäudes in Kauf, ohne dass man hierfür eine perspektivische Planung entwickelt habe. Auch die längeren Schulwege der Kinder aus Rothe Erde nehme man hin. Man halte den Vorschlag nach wie vor für falsch und werde nicht zustimmen.

Ratsherr Krott, SPD-Fraktion, ist enttäuscht über die Tatsache, dass es trotz größter Bemühungen vieler Akteure nicht gelungen sei, den Schulstandort längerfristig abzusichern. Noch zu Beginn des Jahres sei man optimistisch gewesen, mit einer neuen Schulleitung und den vielen Aktionen im Umfeld der Schule eine Sicherung erreichen zu können. Dies habe auch dazu ermutigt, im Mai die bereits von Ratsfrau Griepentrog angesprochene Resolution in den Schulausschuss einzubringen, mit der man die Verwaltung einstimmig dazu aufgefordert habe, bei der Bezirksregierung eine Ausnahmegenehmigung für den Fortbetrieb der Schule zu erteilen, wenngleich die Anmeldungen nicht in ausreichender Zahl vorhanden waren. Dass die obere Schulaufsicht diesen Antrag trotz der seitens der Verwaltung und Politik dezidiert vorgetragenen Argumente brüsk abgewiesen habe, ohne diese entsprechend zu würdigen, sei nicht nachvollziehbar. Leider lasse die Ablehnung aber keine andere Entscheidung zu, als die auslaufende Schließung dieses Teilstandortes zu beschließen. Umso dankbarer sei man, dass die Verwaltung in der gestrigen Lenkungsgruppensitzung mitgeteilt habe, an Lösungen für die betroffenen Kinder und Familien zu arbeiten. Seitens der Großen Koalition wolle er betonen, dass man den Standort nicht aus den Augen verlieren und eventuelle Varianten schulischer Nutzung prüfen werde. Auch sei es von besonderer Bedeutung, das soziale Zentrum im Verbund mit den Kitas und der Offenen Tür zu erhalten, weshalb man die Verwaltung kurzfristig auffordern werde, gemeinsam mit den Akteuren vor Ortein Konzept zu entwickeln, wie man im Gebäude, oder zumindest in Teilen des Gebäudes, dieses Zentrum erhalten könne. Heute müsseman diesen Entschluss fassen, weiles rechtlich keine Möglichkeit gebe, die Entscheidung der Bezirksregierung zu ignorieren.

Ratsherr Brantin, CDU-Fraktion, bedauert ebenfalls die Schließung des Teilstandortes, den man in den letzten Monaten im engen Schulterschluss vieler Beteiligter vor Ort verzweifelt zu erhalten versucht habe. Diese enge Zusammenarbeit habe ermutigt, den Antrag auf Fortführung an die Bezirksregierung zu stellen. Dass die Bezirksregierung der Argumentation und den vorgeschlagenen Konzept nicht gefolgt sei, sei äußerst ärgerlich, noch ärgerlicher sei allerdings der Vorwurf der Opposition, die Große Koalition mache an dieser Stelle alles falsch. Die Schließung des Teilstandortes Barbarastraße sei seitens der Bezirksregierung vorgegeben und nicht abänderbar. Von daher sei heute ein entsprechender Beschluss, wenn auch schweren Herzens, unumgänglich. Im Weiteren gelte es nun zu klären, wie man mit diesem Quartier zukünftig verfahre und ob es einen alternativen Standort gebe. Dies sollte man jedoch mit der gebotenen Ruhe und Besonnenheit planen, anstatt lediglich Forderungen zu stellen.

Ratsherr Servos, Vorsitzender der SPD-Fraktion, erklärt, dass man hier zwei Problemen gegenüberstehe, die aber unterschiedliche Diskussionsstränge darstellten. Das eine Problem sei die Frage des logischsten Zentrums und des Lebensmittelpunkts für Familien in diesem Viertel, das andere Problem beinhalte die Frage der Schulentwicklungsplanung. In den vergangenen Jahren habe man Letzteres stets durch gemeinsameEntscheidungen aller Fraktionen diskutiert. Im Fall Barbarastraße seien jedoch außerhalb Vorentscheidungen getroffen worden, was so nicht mehr passieren dürfe. Die heutige Entscheidung sei durch die Bezirksregierung vorgegeben. Die Frage, die sich nun stelle, sei die, wie man in der interfraktionellen Runde zum Schulentwicklungsplan weiter zusammenarbeiten werde, welche Alternativen zu diesem Standort entwickelt werden können und wie man den vorhandenen Standort einer anderen Nutzung zuführen könne. Hierbei sei es sehr wichtig, den Konsens zur Diskussion um den Schulentwicklungsplan beizubehalten, um im Schulausschuss möglichst einstimmige Beschlüsse zu erreichen.

Beschluss

Der Rat der Stadt Aachen beschließt bei 13 Gegenstimmen mehrheitlich die Schließung des katholischen Teilstandortes Barbarastraße der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Brühlstraße auslaufend ab dem 31.07.2016.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte, der Schulausschuss und die Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf nehmen die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfehlen dem Rat der Stadt Aachen die Schließung des katholischen Teilstandortes Barbarastraße der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Brühlstraße auslaufend ab dem 31.07.2016.

Der Rat der Stadt Aachen beschließt die Schließung des katholischen Teilstandortes Barbarastraße der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Brühlstraße auslaufend ab dem 31.07.2016.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Anmeldezahlen des katholischen Teilstandortes Barbarastraße sind seit Jahren rückläufig.

Im Schuljahr 2013/2014 konnte keine Eingangsklasse gebildet werden. Auf Grund einer vom Oberbürgermeister stark unterstützten Aktion konnte im Schuljahr 2014/2015 eine kleine Eingangsklasse gebildet werden.

Im darauffolgenden Schuljahr 2015/2016 gingen die Anmeldungen auf nur 6 zurück. Für das Schuljahr 2016/2017 liegen erneut nur 6 Anmeldungen vor.

Trotz der Bemühungen der beteiligten Akteure sowie der sehr engagierten Arbeit durch das pädagogische Personal am Standort Barbarastraße ist eine Stabilisierung der Anmeldezahlen nicht erkennbar.

In diesem Schuljahr wird der Teilstandort die im Schulgesetz Nordrhein-Westfalen vorgeschriebene Mindestgröße von 46 Schülerinnen und Schüler nicht erreichen.

Mit Antrag vom 09.03.2016 haben die schulpolitischen Sprecher/innen aller im Rat der Stadt Aachen vertretenen Fraktionen den Erhalt des Standortes Barbarastraße gefordert. Die Verwaltung hat daher mit Schreiben vom 13.04.2016 eine Ausnahme von der Mindestgröße in Grundschulen für den Teilstandort beantragt. Dieser Antrag wurde seitens der Bezirksregierung Köln am 02.05.2016 abgelehnt.

Laut Mitteilung der Bezirksregierung Köln besteht nach dem Schulgesetz nur eine Möglichkeit eine derartige Ausnahme zuzulassen, sofern der Weg zu einem anderen Grundschulstandort der gewählten Schulart den Schülerinnen und Schülern nicht zugemutet werden kann. Dieser Ausnahmetatbestand trifft auf den Standort nicht zu, sodass aus Sicht der Verwaltung auch das Einlegen eines Rechtsmittels keine andere Entscheidung herbeiführen wird.

Andere Möglichkeiten zum Erhalt des Standortes liegen nicht vor.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

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Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

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Gesamt­bedarf (neu)

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Auszahlungen

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- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

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Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

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Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-05-30 FB 45_0256_WP17 Schliessung des katho SAO.pdf

15.11.2024

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Metadaten

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Ö 23
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Aachen
Gremium
Rat der Stadt Aachen
Datum
Mi., 29.06.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 23:05