Vorlage·E 18/0297/WP18·3. Dezember 2025

Ersatzneubau Bauwerk B066 Münsterstraße

Inhalt

Beratungsfolge

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Brückenneubau über den Rollefbach: Warum die Münsterstraße in Brand ein modernes Bauwerk braucht.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Beschlussvorschlag

Die Bezirksvertretung nimmt die Ausführungen der Verwaltung zu Kenntnis und beschließt den Ersatzneubau des Bauwerks B066 Münsterstraße gemäß der vorgestellten Bauwerksplanung.

Erläuterungen

Allgemeines

Der Durchlass B066 Münsterstraße überführt die Münsterstraße ca. im km 1,411 zwischen Kornelimünster und Niederforstbach im Ortsteil Aachen Brand über den Rollefbach. Aufgrund einer bereits bestehenden Verkehrsbeschränkung mit Begrenzung des zulässigen Gesamtgewichts auf 15t (Linienverkehr frei) sowie aufgrund des aktuellen Bauwerkszustands auf Basis der letzten Hauptprüfung aus dem Jahr 2022 (Zustandsnote3,4) muss das bestehende Bauwerk durch einen Neubau ersetzt werden.

Die Münsterstraße verbindet die Ortsteile Niederforstbach und Kornelimünster und weist im Bauwerksbereich eine Fahrbahnbreite von ca. 5,0 m auf. Einseitig (Fahrtrichtung Brand rechts) ist ein 1,0 m breiter Gehweg angeordnet.

Am rechten Fahrbahnrand in Fahrtrichtung Kornelimünster ist eine Schutzeinrichtung vorhanden. Die hier analog zur anderen Bauwerksseite ursprünglich vorhandene gemauerte Brüstung wurde 2012 durch einen Fahrzeuganprall zerstört und durch eine Leitplanke ersetzt.

Im Bauwerksbereich beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. Die Münsterstraße ist Teil des ÖPNV-Netzes des AVV. Derzeit verkehren hier die Linien 35, 55, 65 und N5. Die Haltestellen in beiden Fahrtrichtungen befinden sich im Bereich der Einmündung der Pützgasse.

Neues Bauwerk

Zur Verbesserung der Durchflusseigenschaften wird für den Ersatzneubau, anders als im Bestand, die Ausbildung ohne Zwischenstütze, d.h. als einzelliger Rahmen geplant. Der Durchflussquerschnitt für den Ersatzneubau wird mit einer lichten Weite von 3,0 m geplant. Zur Vergrößerung der lichten Höhe und zur Einhaltung des erforderlichen Freibords von 0,5 m zum Hochwasserereignis mit hundertjähriger Wiederkehrperiode (HQ100) ist geplant das Bauwerk, entgegen der Ausführung im Bestand, nicht mit Überschüttung auszuführen, sondern stattdessen mit einem Brückenbelag im Bauwerksbereich auszuführen (geringere Aufbauhöhe).

Eine durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) durchgeführte hydraulische Berechnung hat für die geplanten Bauwerksabmessungen eine wesentliche Verbesserung der Abflussleistung gegenüber der Bestandssituation sowohl für ein Hochwasserereignis mit hundertjähriger Wiederkehrperiode (HQ100) als auch für ein Extremereignis festgestellt.

Durch die geringen Verkehrsraumbreiten und die hierdurch bedingte Vollsperrung der Münsterstraße im Bauzustand kommt einer Verkürzung der Bauzeit im vorliegenden Fall eine große Bedeutung zu, so dass für den Ersatzneubau eine Vollfertigteillösung geplant ist.

Die Vorzugsvariante der Vorplanung sieht die Ausführung des Ersatzneubaus als Stahlbetonrahmen, der als geschlossener Vollrahmen geplant wird, mit einer lichten Weite von 3,0 m vor. Zum Erhalt der ökologischen Längsdurchgängigkeit wird eine 30cm starke Sohlsubstratschicht im Bereich der durchgehenden Fundamentplatte eingebracht.

Auf beiden Kappen werden Fußgängerrückhaltesysteme als Füllstabgeländer mit einer Höhe von 1,0 m geplant. Am Fahrbahnrand in Fahrtrichtung Kornelimünster ist im Bestand ein Fahrzeugrückhaltesystem (FRS) vorhanden. Dies wird auf der westlichen Kappe entsprechend auch für den Neubau vorgesehen.

Die Zugänglichkeit der Brückenunterseite sowie der Rahmen- und Flügelwände wird über eine Böschungstreppe, die am südöstlichen Flügel angeordnet wird, sichergestellt.

Die Straßenentwässerung erfolgt über die resultierende Schrägneigung der Fahrbahnoberfläche.

Anfallendes Oberflächenwasser wird in Richtung Kornelimünster in einem Mischwasserkanal gefasst.

In Richtung Niederforstbach erfolgt eine freie Entwässerung über die Dammschulter.

Die bestehende Fahrbahnoberfläche weist im Bauwerksbereich, aufgrund der Lage in der Senke, eine sehr geringe Längsneigung bei gleichzeitigem Wechsel der Querneigung auf. Dies ist entwässerungstechnisch ungünstig, so dass im Zuge der Planung des Ersatzneubaus die Fahrbahngeometrie dahingehend optimiert wurde, dass der Tiefpunkt der Gradiente und der Querneigungswechsel räumlich voneinander getrennt werden. Hieraus resultiert im Rahmen der Maßnahme eine Anpassung/Erneuerung der Münsterstraße auf einer Länge von ca. 75m und eine entsprechende Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Fahrbahnentwässerung.

Des Weiteren ist der Einbau eines neuen Straßenablaufs sowie dessen Anschluss an den vorhandenen Mischwasserkanal erforderlich.

Im Anschluss an den Ersatzneubau des Brückenbauwerks ist zudem eine Fahrbahnsanierung der Münsterstraße vom Bauwerk bis zur Haltestelle „Niederforstbach Bau“ vorgesehen.


Bauzeit und Kosten

Die Herstellung des Bauwerks soll aus Fertigteilen erfolgen, um die baubedingten Auswirkungen auf den Verkehr zeitlich so gering wie möglich zu halten. Die Fertigung der Bauteile erfolgt im Fertigteilwerk und der Einbau unmittelbar mit Anlieferung der Bauteile, so dass keine Lagerflächen für fertiggestellte Bauteile im Baufeld erforderlich werden.

Der Abbruch des bestehenden Bauwerks erfolgt konventionell mit Bagger und hydraulischem Abbruchhammer. Zum Schutz des unterführten Gewässers vor abbruchbedingtem Sedimenteintrag und zur Trockenhaltung der Baugrube für den Neubau wird eine bauzeitliche Verrohrung des Gewässers vorgesehen.

Die geplante Gesamtbauzeit beträgt 5 Monate.

Der Maßnahmenbeginn ist für 2026 nach Abschluss des historischen Jahrmarkts in Kornelimünster geplant,

d.h. ab Mitte Juni 2026. Eine Abstimmung mit der Maßnahme am Napoleonsberg ist erfolgt.

Die Kosten für Abbruch und Neubau werden auf 430.000€ brutto geschätzt.

Bauzeitliche Verkehrsführung

Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite im Bestand ist eine abschnittsweise Herstellung des neuen Bauwerks unter Einhaltung der erforderlichen Restfahrbahnbreite von 3,0 m im Bauzustand nicht möglich, so dass für

die Dauer der Bauzeit eine Vollsperrung der Münsterstraße im betroffenen Streckenabschnitt unumgänglich ist.

Der Verkehr muss daher für die Dauer der Maßnahme umgeleitet werden. Die ASEAG ist hierüber und über den geplanten Maßnahmenbeginn sowie die Maßnahmendauer informiert.

Eine Verbreiterung der Verkehrsfläche ist aufgrund der Grundstücksverhältnisse sowie der straßenparallel verlaufenden Gewässer nicht möglich.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

2025

Fortgeschriebener Ansatz 2025

Ansatz 2026 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2026 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

-60.000

-60.000

-370.000

-370.000

-430.000

-430.000

Ergebnis

-60.000

-60.000

-370.000

-370.000

-430.000

-430.000

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):

Keine


Klimarelevanz:

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

x

nicht

nicht bekannt

Betroffene Straßen

Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.

3 Straßen

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KI-Analyse

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Worum geht es?

Brückenneubau über den Rollefbach: Warum die Münsterstraße in Brand ein modernes Bauwerk braucht.

Projekt

Ersatzneubau Münsterstraße

Auch: Bauwerk B066

Kategorien

Verkehr

Schlagworte

BrückensanierungVerkehrssicherheitHochwasserschutz

Betroffene Gruppen

Anwohner BrandÖPNV-NutzerRadfahrer

Handlungstyp

Neubau

Verfahrensstand

Umsetzung beschlossen

Bezirk

Brand

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
E 18 - Aachener Stadtbetrieb
Geändert
14.11.2025
Technische Details