Vorlage·Dez V/0002/WP19·18. Dezember 2025

Mitarbeitendenbefragung - Folgeprozess und Handlungsempfehlungen

Inhalt

Beratungsfolge

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Wie kann die Stadtverwaltung ihre Arbeitsbedingungen und interne Kommunikation verbessern? Ein Folgeprozess aus der Mitarbeitendenbefragung zeigt Handlungsfelder auf.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Erläuterungen

Die Ergebnisse der gesamtstädtischen Mitarbeitendenbefragung wurden den Beschäftigten am 10. Dezember 2024 im Nachgang zur Personalversammlung vorgestellt. All diejenigen, die nicht persönlich teilnehmen konnten, hatten im Nachgang die Möglichkeit, sich über das Mitarbeitendenportal über die Befragungsergebnisse zu informieren, die dort zusammen mit einer schriftlichen „Einordnung“ durch die Oberbürgermeisterin am 12.12. zur Verfügung gestellt wurden.

Am 14.01.25 hat sich der Verwaltungsvorstand erstmalig mit der Frage des weiteren Umgangs mit den Befragungsergebnissen sowie dem sich hieran anschließenden Folgeprozess befasst. Hierbei wurde sich auf ein zweigleisiges Vorgehen verständigt. Einerseits sollte bereichsbezogen mit denspezifischen Ergebnisauswertungen der jeweiligen Dezernate und (Fach-)Bereiche weitergearbeitet werden, da diese einen guten Überblick über die Dinge boten, die innerhalb der jeweiligen Bereiche virulent waren und eingehender betrachtet werden mussten. Andererseits wurde eine Reihe von Themenfeldern identifiziert, die für alle Mitarbeitenden gleichermaßen von Belang waren und daher einer bereichsübergreifenden Bearbeitung bedurften. Zu diesem Zweck wurden die Befragungsergebnisse in einem nächsten Schritt in die Handlungsfelder "Kommunikation und Zusammenarbeit stärken", "Digitalisierung voranbringen und Prozesse beschleunigen" sowie "Arbeitsbedingungen verbessern"geclustert und von divers zusammengesetzten Arbeitsgruppen analysiert, interpretiert und in Form von Verbesserungsvorschlägen aufbereitet.

Von Anfang März bis Ende Mai kamen rund 50 Kolleg*innen aus den verschiedensten städtischen Arbeitsbereichen an jeweils sechs Vormittagen unter externer Moderation zusammen, um zentrale Themen herauszustellen und konkrete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.Innerhalb der jeweiligen Themenkomplexe wurde offen diskutiert, kritisch hinterfragt und vor allem: mit großem Engagement, klarem Blick und viel Herzblut an konstruktiven Lösungen gearbeitet, die dem Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung vom 10. Juni vorgestellt und innerhalb der Vorstandssitzung am 30. September abschließend beraten wurden.

Im Ergebnis zieht die Verwaltung ein positives Resümee:Von den 92 erarbeiteten Empfehlungen befinden sich aktuell bereits 32 (35%) in Umsetzung. Weitere 51 Empfehlungen (55%) wurden einer Priorisierung zugeführt und mit konkreten Zeitschienen versehen. Lediglich neun Empfehlungen (10%) wird aus nachvollziehbaren Gründen nicht gefolgt.

Neben den Ergebnissen der Mitarbeitendenbefragung selbst zeigen auch die erarbeiteten Handlungsempfehlungen deutlich, an welchen Stellen bestehende Strukturen, Abläufe und Kommunikationswege als hemmend erlebt werden und liefern somit wertvolles Potenzial für die Entwicklung hin zu einer moderneren Verwaltung – beginnend bei effizienteren Prozessen über verbesserte digitale Ausstattung bis hin zu optimierter interner Kommunikation und Zusammenarbeit. Folgende Themenschwerpunkte sind hierbei besonders hervorzuheben:

1. Digitalisierung voranbringen und Prozesse beschleunigen

Die Themen Digitalisierung und Prozessoptimierung sind unerlässlich, um als Stadt Aachen weiterhin effizient, transparent und bürger*innennah agieren zu können. Als Grundvoraussetzung spricht sich die Verwaltung daher für eine bedarfsorientierte Ausstattung aller Mitarbeitenden mit entsprechender Hard- und Software sowie einen konsequenten Ausbau der technischen Infrastruktur aus. Auch werden – im Sinne von Entbürokratisierung – bestehende Prozesse und Abläufe künftig noch konsequenter hinterfragt, bei Bedarf optimiert und - soweit möglich - digitalisiert. In Form eines gesamtstädtischen und ganzheitlichen Prozessmanagements sollen bestehende Verwaltungsvorgänge und Arbeitsschritte im Detail erhoben und auf konkretes Verbesserungspotenzial hin überprüft werden. Durch eine transparente Darstellung der Mehrwerte profitiert somit nicht nur der betroffene Fachbereich, sondern die gesamte Verwaltung.

2. Kommunikation und Zusammenarbeit stärken

Ein größerer Teil der städtischen Mitarbeitenden fühlt sich unzureichend informiert, nicht genügend eingebunden oder gesehen. Die Ursachen liegen in fehlender oder unzureichender Kommunikation, mangelnder Transparenz oder zu starren Kanälen. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass nicht alle Mitarbeitenden an das städtische Netz angebunden sind bzw. über einen städtischen Mailzugang verfügen. Die Verwaltung spricht sich daher klar für die Schaffung eines möglichst reibungslosen Kommunikation- und Informationsflusses innerhalb der Stadt Aachen aus, der u.a. durch die Etablierung einer Mitarbeitenden-App sichergestellt werden soll. Auch soll die Planung und Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen künftig noch gezielter und individueller angegangen werden, um möglichst alle Mitarbeitenden zu erreichen. Darüber hinaus wird vermehrt auf Dialogformate gesetzt, die den Austausch mit den Mitarbeitenden - auch und vor allem bereichsübergreifend - fördern.

3. Arbeitsbedingungen verbessern

Eine konsequente Sanierung/Modernisierung der bestehenden Verwaltungsstandorte ist aus Sicht der Verwaltung unerlässlich, um den städtischen Mitarbeitenden ein motivierendes und wertschätzendes Arbeitsumfeld zu bieten. Gleichbedeutend ist die Schaffung entsprechender Erholungs- und Versorgungsmöglichkeiten. Daher sollen möglichst alle Bereiche Zugang zu Teeküchen, Pausen- /Aufenthaltsräumen und Verpflegungsmöglichkeiten (Wasser, Kaffee, kalte und/oder warme Mahlzeiten) erhalten.

Sowohl die Ergebnisse der Mitarbeitendenbefragung selbst als auch die nun vorliegenden Handlungsempfehlungen thematisieren nicht nur strukturelle oder organisatorische Verbesserungsansätze, sondern auch grundlegende kulturelle Themen – wie z. B. die Art der Zusammenarbeit, den internen Umgang mit Informationen, das Vertrauen zwischen Ebenen und Bereichen oder das städtische Führungs- und Selbstverständnis. Wirkliche Veränderung ist hier nicht durch die alleinige Umsetzung der beschriebenen Einzelmaßnahmen zu erreichen, sondern vielmehr durch eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit der gelebten Unternehmenskultur. Daher sind die Handlungsempfehlungen auch als fester Bestandteil der Gesamtstrategie der Stadtverwaltung zu verstehen, da sie die Stimmen der Mitarbeitenden mit den strategischen Zielen der Stadt Aachen verbinden und so die Grundlage schaffen für eine zukunftsorientierte, nachhaltige und somit erfolgreiche Weiterentwicklung der Stadt Aachen.

Die 83 ausgearbeiteten Empfehlungen sowie die auf dieser Basis durch den Verwaltungsvorstand gesetzten Themenschwerpunkte sollen künftig als langfristige Steuerungsinstrumente dienen, um die Arbeitszufriedenheit und Innovationsfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhalten und die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Damit diese auch wirklich greifen können, setzt die Verwaltung vor allem auf breitere Mitarbeitendenbeteiligung, ein zentrales Controlling sowietransparentere Kommunikation und Information.

Die vielfältigen Kompetenzen, Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen innerhalb der städtischen Belegschaft sollen künftig im Sinne einer neuen Kultur der Wissenseinbringung strukturiert und kontinuierlich einbezogen werden, um Verbesserungen und Innovationen noch gezielter zu fördern.Aufgrund ihrer diversen Zusammensetzung stellen die Arbeitsgruppen bereits jetzt ein Spiegelbild der städtischen Belegschaft dar. Daher sollen diese in Zukunft im Sinne eines "Früherkennungssystems" immer wieder eingebunden werden, um die weitere Be- und Ausarbeitung der Handlungsempfehlungen zu validieren und auf Verständlichkeit/praktische Umsetzbarkeit hin zu überprüfen. Darüber hinaus sollMitarbeitendenbeteiligung als fester Bestandteil der städtischen Organisations- und Unternehmenskultur verstanden werden, in dem neue transparente Beteiligungs- und Dialogformate erarbeitet und eingeführt und Räume eröffnet werden, in denen Ideen, Feedback und Verbesserungsvorschläge systematisch aufgenommen werden.Regelmäßig stattfindende Bereichs- und/oder Impulsbefragungen sollen darüber hinaus eine systematische und quantifizierbare Erfassung der Stimmung und Zufriedenheit innerhalb der Mitarbeitendenschaft sowie eine Beurteilung der Effektivität der umgesetzten Maßnahmen ermöglichen.

Um den Erfolg der Maßnahmen auch langfristig zu sichern, braucht es darüber hinaus ein nachhaltiges, strukturiertes und transparentes Monitoring und Controlling. Durch eine kontinuierliche Beobachtung und Bewertung der Umsetzungsfortschritte soll gewährleistet werden, dass die Maßnahmen nicht nur gestartet, sondern auch erfolgreich implementiert und konsequent weiterentwickelt werden.

Abschließend gilt es, die Mitarbeitenden regelmäßig, leicht zugänglich und verständlich über aktuelle Entwicklungen und Fortschritte zu informieren, um die Akzeptanz und das Engagement aufrechtzuerhalten und mehr Transparenz zu schaffen. Hierzu soll im Mitarbeitendenportal eine eigene Seite entwickelt werden, auf welcher der bisherige Prozess in Form einer visuellen Roadmap dargestellt wird und die drei großen Themenfelder "Arbeitsbedingungen", "Kommunikation und Zusammenarbeit" sowie "Digitalisierung voranbringen und Prozesse beschleunigen" nochmals detailliert vorgestellt werden. Neben der Auflistung der erarbeiteten Handlungsempfehlungen soll die Seite durch regelmäßige Updates und Stories - bezogen auf die einzelnen Handlungsfelder - ergänzt und durch Stimmen aus der Mitarbeitendenschaft, kleine Videos und einen Feedback-Bereich im Sinne eines "Echtzeit-Stimmungsbarometers" abgerundet werden.

Ende 2027 soll die Wirksamkeit der Maßnahmenumsetzung über eine erneute gesamtstädtische Mitarbeitendenbefragung evaluiert werden.

Dokument

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Worum geht es?

Wie kann die Stadtverwaltung ihre Arbeitsbedingungen und interne Kommunikation verbessern? Ein Folgeprozess aus der Mitarbeitendenbefragung zeigt Handlungsfelder auf.

Projekt

Mitarbeitendenbefragung 2024

Auch: Verwaltungsmodernisierung, MAB 2024

Kategorien

DigitalisierungSoziales & Integration

Schlagworte

ArbeitsklimaDigitalisierungKommunikationProzessoptimierung

Betroffene Gruppen

Städtische Mitarbeitende

Handlungstyp

Planung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Dezernat V
Geändert
11.12.2025
Technische Details