Bürgerantrag nach § 24 GO NRW vom 05.12.2024: Tegelwippen in Aachen
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Erläuterungen
Ein Bürgerantrag fordert mehr Engagement für die Entsiegelung von Flächen in der Stadt. Die Verwaltung unterstützt Initiativen zur Klimaanpassung.
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Erläuterungen
Der Bürgerantrag vom 04.12.2024 bezieht sich auf die in den Niederlanden etablierte Initiative „Tegelwippen“, die zum Ziel hat, versiegelte Flächen auf Grundstücken in Städte durch das Entfernen von Pflastersteinen und Gehwegplatten zu entsiegeln und diese Flächen im Anschluss zu begrünen. Damit wird ein Beitrag zur Klimaanpassung und zur Schaffung klimaresilienter Städte geleistet.
Das deutsche Pendant zu dieser Initiative ist der Wettbewerb „abpflastern“, der 2025 erstmals gestartet ist. Die erste Wettbewerbsphase läuft seit dem 21. März 2025 und endet am 31. Oktober 2025. Auch im Jahr 2026 wird der Wettbewerb wieder stattfinden, geplant von März bis Oktober. Der Wettbewerb ist als dauerhaftes Projekt an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz angelegt und soll von den jeweiligen Studierendenjahrgängen fortgeführt werden. Am Wettbewerb können alle teilnehmen – Einzelpersonen, Nachbarschaftsgruppen, Schulen, Kirchen, Unternehmen oder auch die kommunale Verwaltung selbst. Eine offizielle Anmeldung durch Kommunen ist nicht erforderlich. Jede „abgepflasterte“ Fläche kann unkompliziert über die Website eingetragen werden und wird dann automatisch anhand der Postleitzahl der Kommune zugeordnet und angerechnet.(https://www.abpflastern.de/index.php/faq/)
Die Verwaltung begrüßt bürgerschaftliches Engagement in diesem Themenfeld ausdrücklich. Initiativen wie „abpflastern“ machen die Bedeutung von Böden als natürliche Klimaanlage und als wichtigen Bestandteil einer klimafesten Stadtentwicklung sichtbar. In diesem Zusammenhang fanden bereits Gespräche mit lokal Engagierten sowohl zu diesem Wettbewerb als auch zu weiteren Ansätzen einer stärkeren Öffentlichkeitsarbeit statt. Die Stadt Aachen ist bestrebt, den Rahmen zur aktiven Mitgestaltung für Bürger*innen stetig zu erhöhen. Der Wettbewerb „abpflastern“ fügt sich somit in ein breites Instrumentarium zum Mitmachen und Mitreden in Aachen ein (s. unter anderem Tool-Box – Aachen Innenstadtmorgen). Dabei gilt: Entsiegeln ist stadtweit erwünscht und schließt sämtliche Bezirke mit ein.
Private Flächen machen einen großen Anteil am gesamten Stadtgebiet aus. Eine Entsiegelung dort kann wesentlich zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Gleichzeitig zeigt die Ermittlung von Schottergärten und gepflasterten Vorgärten, dass ein beträchtlicher Teil dieser Flächen bislang stark versiegelt ist – was sowohl aus ökologischen als auch aus gestalterischen Gründen problematisch ist.
Die Stadt Aachen verfolgt im Bereich vorsorgenden Bodenschutzes bereits seit Jahren verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören die Reduktion von Neuversiegelungen ebenso wie die Entsiegelung bestehender Flächen im Rahmen von städtebaulichen Planungsprozessen. Solche Maßnahmen erfolgen eher in einem integrierten Kontext und seltener als Einzelprojekte. Ein Beispiel ist das im Herbst 2024 im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz (AUK) vorgestellte städtische Brachflächen-Entsiegelungskataster, in dem Flächen > 500 m² aufgeführt sind. Darüber hinaus werden durch Fördermittel gezielte Entsiegelungsprojekte an kommunalen Einrichtungen umgesetzt, wie etwa an der 4. Aachener Gesamtschule. Dort erfolgt die Identifizierung geeigneter Flächen in Zusammenarbeit mit den Schüler:innen.
Für die fachliche Umsetzung von Entsiegelungsmaßnahmen existieren zudem anerkannte Leitlinien, wie z. B. die Berliner Arbeitshilfe "Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen nach einer Entsiegelung", der Anforderungen und Empfehlungen zur praktischen Umsetzung zusammenfasst. Um diese Fachinformationen für Bürger:innen leichter zugänglich zu machen, ist im Anhang ein Merkblatt beigefügt.
Die Verwaltung unterstützt daher ausdrücklich alle Aktivitäten, die auf eine Reduzierung der Flächenversiegelung und auf eine nachhaltige Begrünung privater Grundstücke abzielen. Initiativen wie das „Tegelwippen“ oder sein deutsches Pendant „abpflastern“ können einen wertvollen Beitrag leisten und stehen im Einklang mit den bestehenden Bemühungen der Stadt, klimafeste Strukturen zu fördern und den vorsorgenden Bodenschutz weiter auszubauen.
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Worum geht es?
Ein Bürgerantrag fordert mehr Engagement für die Entsiegelung von Flächen in der Stadt. Die Verwaltung unterstützt Initiativen zur Klimaanpassung.
Projekt
Flächenentsiegelung
Auch: Tegelwippen, abpflastern
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FörderungVerfahrensstand
Maßnahme geplantModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Dezernat VII
- Geändert
- 8.7.2026
Technische Details
ID: 1005675
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1005675
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1005675