Bürger*innenantrag nach § 24 GO NRW vom 02.06.2025 - Kampagne gegen Zigarettenabfall
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Wie kann Aachen die Umweltbelastung durch weggeworfene Zigarettenkippen reduzieren? Ein Bürgerantrag fordert Aufklärung und strengere Regeln.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Erläuterungen
Der Antrag für eine Antikippenkampagne enthält folgende Inhalte:
1. Werbeaktion, kostenlose Verteilung von Taschenaschenbecher (Einzelpreis lt. Internet 2,80 €); kann mit dem
Stadtwappen verziert werden.
2. Infoaktion; Werbetafeln; Werbung in den Schulen...
3. Gaststättenbetreiber mit Außengastronomie verpflichten den Bereich täglich von Kippen zu reinigen.
4. Verhängung von Strafen gegen das Kippenwegwerfen auf öffentlichen Straßen und Plätzen.
Ad 1+2:
In Reaktion auf den Antrag hat der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing in Kooperation mit dem
Aachener Stadtbetrieb anlässlich des International World Cleanup Days am 20. September 2025 auf den
städtischen Social Media-Plattformen ein Video zur Stadtsauberkeit veröffentlicht. Der Fokus lag dabei auf der
Problematik achtlos weggeworfener Zigarettenkippen. Neben den ökologischen Auswirkungen für die Umwelt –
tausende Giftstoffe werden freigesetzt und gelangen durch Regen in das Grundwasser – ist es eine tägliche
Herausforderung für die Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung, Zigarettenstummel zu entsorgen. Speziell das
Kopfsteinpflaster in der Aachener Altstadt macht die Reinigung kompliziert.
Der Aachener Stadtbetrieb hat in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Entsorgungsmöglichkeiten
etabliert. So finden sich im Stadtgebiet unterschiedliche Papierkörbe, teilweise mit inkludierten Aschenbechern,
sowie die „Kippster“, spezielle Abfallbehälter für Zigarettenkippen. Wegen der hohen Nachfrage und der guten
Resonanz hat die Stadtreinigung im September zusätzliche Kippster in den Bezirken installiert und somit die
Gesamtanzahl auf 24 erhöht.
Für eine saubere Stadt müssen alle gemeinsam anpacken. Jede*r Einzelne sollte pfleglich mit seinem Umfeld
und der Natur umgehen und trägt auch selbst für sein Verhalten die Verantwortung. Der „World Cleanup Day“
am 20.September, ein offizieller Aktionstag der Vereinten Nationen, rückt die Thematik in den Fokus.
Achtlos weggeworfener Müll ist eine Gefahr, da er weitreichende ökologische und ökonomische Folgen hat.
Sind die Abfälle einmal in der Umwelt, können sie Schadstoffe freisetzen oder in Kleinteile zerfallen, die für die Tier- und Pflanzenwelt an Land und in Gewässern gefährlich sind.
Die Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung des Aachener Stadtbetriebs sind täglich im Einsatz für ein sauberes
Aachen. 138 Mitarbeiter*innen arbeiten im Zweischichtbetrieb, auch am Wochenende, mit Klein- und Groß-kehrmaschinen, Pritschen, Fahrrädern und klassisch zu Fuß mit der Kehrkarre.
Der Stadtbetrieb leistet im Rahmen verschiedener Angebote und Projekte Aufklärungsarbeit im Bereich
Abfalltrennung und -entsorgung. Denn Stadtsauberkeit kann nur funktionieren, wenn alle gemeinsam handeln.
So können Bürger*innen sich im Rahmen privater Müllsammelaktionen engagieren: Vereine, Kitas, Schulen oder
private Gruppen können sich beim Stadtbetrieb melden und erhalten von dort für den ehrenamtlichen Einsatz
Abfallsäcke und Handschuhe. Anmeldungen sind im Serviceportal möglich:
https://serviceportal.aachen.de/suche/-/vr-bis-detail/dienstleistung/5238760/show
Die Stadt Aachen engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich Abfallvermeidung und -verwertung. Sie hat im
Oktober 2021 zudem als zweite deutsche Stadt die „Circular City Declaration“ unterzeichnet und sich dadurch
für eine nachhaltige Ressourcennutzung ausgesprochen.
Grundsätzlich ist eine groß angelegte Werbe- und Aufklärungsaktion wünschenswert, die sich neben Zigaretten
auf alle Arten der mangelhaften und falschen Müllentsorgung durch Verbraucher*innen fokussiert. Aktuell liegt
der Kampagnen-Schwerpunkt des Aachener Stadtbetriebs auf der Fachkräfteakquise. Eine Sauberkeits-kampagne kann in den folgenden Jahren aufgelegt werden, soweit sie mit der Haushaltssituation vereinbar ist.
Ad 3:
Die Sondernutzungsgenehmigung für Außengastronomie enthält bereits folgende Vorschrift: „Die in Anspruch
genommene Fläche ist durch tägliche gründliche Reinigung in sauberen Zustand zu halten. Insbesondere ist
darauf zu achten, dass sich die Platzfläche in den frühen Morgenstunden vor Beginn des Geschäftsbetriebes in
beanstandungslosem Zustand befindet. Die Verschmutzungen mit einem Gebläse auf die Fläche außerhalb der
genehmigten Fläche zu befördern, ist nicht zulässig.“
Ad 4:
Im Verwarnungs- und Bußgeldkatalog der Stadt Aachen sind schon jetzt Verwarngelder veranschlagt.
Für das Wegwerfen einer Zigarettenkippe fallen 30 Euro an. Wirft man eine Zigarettenschachtel weg, muss
man 40 Euro Verwarngeld zahlen. Wer einen Aschenbecher ausleert, muss mit 55 Euro Verwarngeld rechnen.
Den Verwarnungs- und Bußgeldkatalog findet man auf aachen.de unter:
https://www.aachen.de/in-aachen-leben/politik-und-verwaltung/stadtrecht/recht-und-ordnung/verwarnungsgeldkatalog-fb-32-2019.pdf?cid=1ep
Dokument
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
KI-Analyse
Worum geht es?
Wie kann Aachen die Umweltbelastung durch weggeworfene Zigarettenkippen reduzieren? Ein Bürgerantrag fordert Aufklärung und strengere Regeln.
Projekt
Sauberkeitskampagne Zigarettenkippen
Auch: Antikippenkampagne, Stadtsauberkeit
Kategorien
Schlagworte
Betroffene Gruppen
Handlungstyp
PrüfauftragVerfahrensstand
Problem erkanntModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 19.5.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 18 - Aachener Stadtbetrieb
- Geändert
- 23.4.2026
Technische Details
ID: 1009174
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1009174
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1009174