Vorlage·FB 36/0036/WP19·12. Mai 2026

Umgang mit der asiatischen Hornisse

Inhalt

Beratungsfolge

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Aachen aus. Die Stadt entwickelt eine Strategie zum Umgang mit der invasiven Art.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Beschlussvorschlag

Der Naturschutzbeirat nimmt die vorgeschlagenen Maßnahmen zum Umgang mit der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) durch den dazu gegründeten runden Tisch „Invasive Arten“ zur Kenntnis.

Erläuterungen

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Deutschland ausgebreitet und gilt laut Bundesregierung seit dem 25.03.2025 alsetablierte invasive gebietsfremde Art. Mit dieser Einstufung endet die bisherige Verpflichtung zur flächendeckenden Bekämpfung und Ausrottung der Art. Stattdessen beginnt eine sogenannte Managementphase, deren grundsätzliches Ziel es ist, die Auswirkungen der Art auf die menschliche Gesundheit, die Biodiversität und wirtschaftliche Belange – insbesondere der Imkerei – zu minimieren.

Die Entwicklung der Meldungen im Stadtgebiet Aachen zeigt eine zunehmende Präsenz der Art. Während im Jahr 2024 rund 30 Meldungen registriert wurden, lag die Zahl 2025 bereits im niedrigen dreistelligen Bereich. Etwa 40 Nester wurden im vergangenen Jahr durch den städtischen Einsatzdienst des Aachener Stadtbetriebs sowie durch die Untere Naturschutzbehörde entfernt. Der Großteil der Nester wird jedoch erst spät im Jahr entdeckt – häufig erst im Herbst, wenn die Baumkronen ihr Laub verlieren und die Nester sichtbar werden. Zu diesem Zeitpunkt haben Jungköniginnen das Nest bereits verlassen. Es erfolgt keine Wiederbesiedlung verlassener Nester, sodass eine Entfernung keinen Einfluss auf die weitere Ausbreitung hat.

Vor diesem Hintergrund befindet sich auch die Stadt Aachen in einem Anpassungsprozess im Umgang mit der Art. Verwaltung, Fachinstitutionen und betroffene Akteursgruppen beraten derzeit über eine geeignete lokale Strategie, die sowohl fachlich fundiert als auch praktikabel umsetzbar ist. Ziel ist ein abgestimmtes Vorgehen, das auf Sachlichkeit, Transparenz und Aufklärung der Öffentlichkeit basiert.

Um unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, hat die Stadtverwaltung Vertreterinnen und Vertreter aus Naturschutz, professioneller Schädlingsbekämpfung, Imkerschaft sowie der Landwirtschaftskammer zu einem fachlichen Austausch eingeladen (Runder Tisch „Invasive Arten“). In diesem Expert*innenkreis wurden Erfahrungen mit der Art, Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Maßnahmen sowie Ansätze für eine gemeinsame Kommunikationsstrategie erörtert.

Dabei wurde deutlich, dass die Asiatische Hornisse nach Einschätzung der Fachleute dauerhaft Teil der heimischen Fauna bleiben wird. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern – etwa Frankreich, Belgien und den Niederlanden – zeigen, dass eine vollständige Eindämmung der Art nach ihrer Etablierung kaum mehr möglich ist. Lokale Bekämpfungsmaßnahmen helfen bei der temporären, lokalen Reduktion der Nester und Individuen, haben jedoch keinen nachhaltigen Einfluss auf die Gesamtpopulation. Die gezielte Bekämpfung der Asiatischen Hornisse, durch Fachleute und zum richtigen Zeitpunkt, wird sowohl von der Stadt als auch von Expert*innen insbesondere in sensiblen Bereichen (beispielsweise Altenheimen, Schulen oder Kindertagesstätten) empfohlen. Insbesondere Primärnester lassen sich nach dem ersten Auftreten der Arbeiterinnen ab Mai mit vergleichsweise geringem Aufwand entfernen. Der überwiegende Anteil der Sekundärnester befindet sich in großer Höhe in Baumkronen und kann nur mit erheblichem technischen Aufwand entfernt werden.

Für die menschliche Gesundheit stellt die Asiatische Hornisse nach übereinstimmender Einschätzung der Fachleute keine größere Gefahr dar als heimische Wespen- oder Hornissenarten. Die Tiere verhalten sich überwiegend defensiv, verteidigen ihre Nester allerdings in einem Umkreis von wenigen Metern. Außerhalb dieses Bereichs zeigen sie normalerweise kein aggressives Verhalten. Wie bei anderen Hautflüglern können Stiche schmerzhaft sein und für Allergiker*innen ein Risiko darstellen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Imkerei, da die Asiatische Hornisse gezielt vor Fluglöchern von Bienenstöcken jagt und dort Honigbienen abfangen kann. Die in Europa verbreitete westliche Honigbiene (Apis mellifera) verfügt – anders als die asiatische Honigbiene (Apis cerana) – über keine spezifischen Abwehrstrategien gegen diesen Fressfeind. Fachleute empfehlen daher präventive Schutzmaßnahmen an den Bienenständen. Weiter Informationen zum Schutz der Bienenvölker stellen die Fachverbände bereit (siehe FAQ).

Das Aufstellen von Insektenfallen ist aus artenschutzrechtlicher Sicht in Deutschland unzulässig. Fallen wirken in der Praxis nicht selektiv und führen zu erheblichem Beifang anderer Insektenarten. Der Einsatz solcher Fallen verstößt daher gegen das Tötungsverbot nach § 39 und § 44 Bundesnaturschutzgesetz.

Vor diesem Hintergrund sind sich die beteiligten Fachleute weitgehend einig, dass Aufklärung und sachliche Information der Bevölkerung das wichtigste Instrument im Umgang mit der Asiatischen Hornisse darstellen. Unsachgemäße Eigenmaßnahmen oder nicht fachgerechte Bekämpfungsversuche können sowohl ökologische Schäden verursachen als auch Unfälle auslösen.

Ein zukünftiger Umgang mit der Art wird daher voraussichtlich entsprechend der gesetzlichen Vorgaben auf einem pragmatischen Managementansatz beruhen. Nestentfernungen sollen insbesondere dort erfolgen, wo konkrete Gefahren für Menschen bestehen. Ziel ist der Aufbau eines Unterstützungs- und Beratungsangebots durch ehrenamtliche Fachleute für die Nestentfernung auf privaten Grundstücken. Im öffentlichen Bereich wird die Entfernung durch die Stadt übernommen. Gleichzeitig sollen Informationsangebote für die Bevölkerung und Hinweise zu Präventionsmaßnahmen für Arbeitende im Gefahrenbereich (z.B. Baum- und Grünpflege, GaLa-Baubetriebe) ausgebaut werden, um einen sachlichen und fachlich fundierten Umgang mit der Art zu fördern.

Langfristig wird es nach Einschätzung der beteiligten Fachleute darum gehen, sich auf die dauerhafte Präsenz der Asiatischen Hornisse einzustellen und mögliche negative Auswirkungen durch geeignete Managementmaßnahmen und Information so weit wie möglich zu begrenzen.

Für Meldungen von Nestern der Asiatischen Hornisse in Aachen ist das „Neobiotaportal“ des LANUK (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen) zu nutzen (https://neobiota.naturschutzinformationen.nrw.de/neobiota/de/fundpunkte/erfassung).

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):

Keine


Klimarelevanz:

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

X

Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Dokument

Sammeldokument öffentlich137.9 KB
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KI-Analyse

Diese Informationen wurden automatisch per KI extrahiert und können Fehler enthalten.

Worum geht es?

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Aachen aus. Die Stadt entwickelt eine Strategie zum Umgang mit der invasiven Art.

Projekt

Management Asiatische Hornisse

Kategorien

Umwelt & Natur

Schlagworte

Invasive ArtenArtenschutzGesundheitsschutzImkerei

Betroffene Gruppen

ImkerAnwohnerNaturschützerAllergiker

Handlungstyp

Regulierung

Verfahrensstand

Problem erkannt

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 19.5.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
7.5.2026
Technische Details