KI-Standort Aachen·2 VorlagenKI
Vorlage·FB 02/0029/WP19·25. Juni 2026

Vorstellung der Standortanalyse des Ökosystems Künstliche Intelligenz in der Region Aachen

Inhalt

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Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Aachen positioniert sich als Standort für Künstliche Intelligenz. Eine Studie analysiert die regionalen Potenziale und zeigt Handlungsfelder für die Zukunft auf.

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Erläuterungen

Die fortschreitende Verbreitung und wirtschaftliche Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) erfordert eine aktive strategische Positionierung von Kommunen und Regionen. Der Wirtschafts- und Forschungsstandort Aachen eröffnet die Technologie erhebliche Innovations- und Wertschöpfungspotenziale. Gleichzeitig besteht die Notwendigkeit, vorhandene Kompetenzen systematisch sichtbar zu machen und gezielt weiterzuentwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern.

Vor diesem Hintergrund wurde auf Initiative der Stadt Aachen im Mai 2025 die AI Alliance Aachen (AAA) als strategisches Netzwerk von derzeit 17 Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und regionaler Innovationsförderung gegründet. Ziel ist es, die vorhandenen Aktivitäten im Bereich KI stärker zu bündeln, die Vernetzung zu intensivieren, Stärken sichtbar zu machen und gemeinsam eine klare Standortperspektive zu entwickeln. Zu den Partnern zählen neben der Stadt Aachen unter anderem RWTH Aachen, FH Aachen, Forschungszentrum Jülich, technologieorientierte Unternehmen wie INFORM GmbH, Grün Software Group GmbH und Black Semiconductor GmbH sowie weitere Akteure der regionalen Innovationsförderungen wie REGINA e.V. und AGIT mbH.

Zur fundierten Bewertung der Ausgangssituation hat der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa (FB 02) der Stadt Aachen das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) mit der Durchführung einer Standortanalyse zum KI-Ökosystem in der Region Aachen beauftragt. Gegenstand der Untersuchung war die systematische Erfassung und Einordnung der regionalen Forschungs-, Unternehmens- und Innovationsstrukturen im Bereich Künstlicher Intelligenz. Die Studie untersuchte die Forschungs- und Wirtschaftspotenziale in der Region Aachen und im europäischen Grenzraum mithilfe einer quantitativen Analyse vorhandener Daten sowie qualitativer Tiefeninterviews mit Expert*innen. Die Analyse dient als fachliche Grundlage für die weitere strategische Ausrichtung der AAA.

Ergebnisse der Standortanalyse

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Region Aachen über sehr gute strukturelle Voraussetzungen für die Entwicklung eines international wettbewerbsfähigen Deep-Tech-Standorts im Bereich Künstliche Intelligenz verfügt. Ein solcher Standort steht für wissenschaftsgetriebene Hochtechnologien und forschungsintensive Innovationen, insbesondere an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Ingenieurwissenschaften, und überführt wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in industrielle Anwendungen und wirtschaftliche Wertschöpfung. Dies zeigt sich insbesondere in der hohen Dichte leistungsfähiger Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, der engen Verzahnung von Wissenschaft und Industrie sowie einer technologieorientierten Wirtschaftsstruktur mit ausgeprägten Kompetenzen in industrienahen KI-Anwendungen. Eine besondere Stärke Aachens liegt darin, dass die KI-Wertschöpfungskette sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft nahezu vollständig abgebildet wird. Darüber hinaus verfügt die über eine enge Verbindung von KI-Forschung und KI-Hardware-Kompetenzen, wodurch sich substanzielle Standortvorteile bei der Entwicklung und Skalierung neuer Technologien ergeben.

Schwerpunkte der regionalen KI-Aktivitäten liegen vor allem in anwendungsorientierten Feldern wie Produktion, technischen Systemen, Energie oder Medizintechnik. Hier bestehen besondere Chancen für die Entwicklung intelligenter, zuverlässiger und nachhaltiger Technologien. Im internationalen Vergleich weist der Standort Aachen eine sehr hohe wissenschaftliche Leistungsfähigkeit auf: Die Region Aachen zählt gemessen an wissenschaftlichen Publikationen zu den führenden KI-Hotspots Europas und belegt den dritten Platz. Rund 40% dieser Veröffentlichungen entfallen auf die Ingenieurwissenschaften und unterstreichen den ausgeprägt technologie- und anwendungsorientierten Charakter des Standorts. Gleichzeitig zeigt die Analyse, dass insbesondere bei der internationalen Sichtbarkeit, der Dynamik technologieorientierter Gründungen sowie beim Zugang zu privatem Risikokapital weitere Entwicklungspotenziale bestehen.

Insgesamt bestätigt die Studie, dass Aachen über eine tragfähige Ausgangsbasis verfügt, um sich als bedeutender europäischer KI-Standort zu etablieren. Voraussetzung hierfür ist eine strategisch abgestimmte Weiterentwicklung bestehender Stärken sowie die gezielte Bearbeitung identifizierter struktureller Herausforderungen.

Strategische Handlungsfelder

Auf Grundlage der Analyse werden mehrere zentrale Handlungsfelder benannt, die für die weitere Entwicklung des KI-Standorts von besonderer Bedeutung sind.

Strategische Positionierung des Standorts

Die Standortanalyse empfiehlt eine klare Profilierung der Region Aachen als europäischer Deep-Tech-KI-Standort mit dem Schwerpunkt auf anwendungsorientierter Künstlicher Intelligenz an der Schnittstelle von Ingenieurswissenschaften, industriellen Wertschöpfungsprozessen sowie weiteren technologieintensiven Einsatzfeldern, etwa in der Energie- oder Medizintechnik. Damit kann sich Aachen von stärker generalistisch geprägten KI-Zentren abgrenzen und eine eigenständige Rolle in internationalen Innovations- und Wertschöpfungsnetzwerken einnehmen.

Im Rahmen der AI Alliance Aachen wird hierzu derzeit ein gemeinsames Profil für das Technologiefeld Industrial AI entwickelt. Zudem wurde in Abstimmung mit regionalen Forschungspartnern bereits ein Standortprofil für eine Bewerbung um eine europäische AI-Gigafactory erarbeitet. Ergänzend wirkt der FB 02 im Beirat des Zukunftsclusters NeuroSys mit, um die anwendungsorientierte Halbleiterentwicklung und ihre Verknüpfung mit KI zu stärken. Das Cluster erforscht neuromorphe Technologien, die sich an der Funktionsweise des menschlichen Gehirns orientieren und besonders effiziente, lernfähige KI-Systeme ermöglichen.

Stärkere Vernetzung im Technologiedreieck Aachen/Eindhoven/Löwen

Die Lage im Dreiländereck stellt einen wesentlichen Standortvorteil dar und soll gezielt für den Aufbau eines integrierten euregionalen Innovationsraums genutzt werden. Durch ein Memorandum of Understanding bündeln die RWTH Aachen, die KU Leuven und die TU Eindhoven ihre Kompetenzen in KI-Forschung und -Ausbildung, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Technologieraums zu stärken. Ein Delegationsbesuch aus Eindhoven im Juni 2025 setzte zusätzliche Impulse für die Zusammenarbeit. Darüber hinaus erfolgen Abstimmungen zur Einbindung weiterer Innovationsstandorte wie der Parkstad Limburg und des Brightlands Smart Services Campus in die AI Alliance Aachen.

Transfer von KI in den regionalen Mittelstand

Der Transfer von KI-Anwendungen in kleine und mittlere Unternehmen soll weiter beschleunigt werden, um zusätzliche Innovations- und Wertschöpfungspotenziale zu erschließen. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei der European Digital Innovation Hub Rheinland, ein Partnerkonsortium unter Leitung der RWTH Aachen und unter Beteiligung des FB 02, das Unternehmen bei der Einführung und Erprobung KI-basierter Lösungen begleitet.

Flankierend stärkt die AI Alliance Aachen mit einer Veranstaltungsreihe das Verständnis für wirtschaftliche Einsatzpotenziale von KI in relevanten Branchen, etwa in der Softwareindustrie, im Gesundheitswesen sowie beim Aufbau und der Nutzung leistungsfähiger Recheninfrastrukturen. Die Reihe startet im Frühjahr und greift auch Fragen einer verantwortungsvollen und ethischen Nutzung der Technologie auf.

Sichtbarkeit und Standortmarketing

Zur weiteren Profilierung als Deep-Tech-KI-Standort sollen zentrale Informations- und Vernetzungsstrukturen ausgebaut und Erfolgsbeispiele aus Forschung, Start-ups und industrieller Anwendung gezielt kommuniziert werden. Eine stärkere Sichtbarkeit der KI-Kompetenzen im lokalen Innovationsumfeld trägt zudem zur Ausbildung einer klaren Standortidentität bei und unterstützt die überregionale und internationale Wahrnehmung.

Die KI-Woche der RWTH Aachen stärkt als etabliertes Format die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema. Ergänzend stellen Formate wie die Markenbotschafterkampagne „Oecher People – KI-Edition“ prägende Persönlichkeiten der regionalen KI-Landschaft vor, indem sie diese über eine Augmented-Reality-App und eine begleitende Wanderausstellung digital zugänglich machen. Ab Juni 2026 entsteht im OecherLab ein weiterer Zukunftsraum, der KI-Anwendungen erlebbar macht und den Dialog mit der Stadtgesellschaft fördert.

Die vollständige Standortanalyse des Ökosystems Künstliche Intelligenz in der Aachen Area liegt der Vorlage als Anlage bei.

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Projekt: KI-Standort Aachen

Zum Projekt
DigitalisierungProblem erkannt29. Apr. 2026 – 25. Juni 20262 Vorlagen

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Aachen positioniert sich als Standort für Künstliche Intelligenz. Eine Studie analysiert die regionalen Potenziale und zeigt Handlungsfelder für die Zukunft auf.

Projekt

KI-Standort Aachen

Auch: AI Alliance Aachen, KI-Ökosystem Aachen

Kategorien

WirtschaftDigitalisierung

Schlagworte

Künstliche IntelligenzInnovationTechnologietransferStandortmarketing

Betroffene Gruppen

ForschungsinstituteUnternehmenStudierende

Handlungstyp

Kenntnisnahme

Verfahrensstand

Problem erkannt

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 7.7.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
10.6.2026
Technische Details