KulturMonitoring in den städtischen Museen, Theater und Musikdirektion - Sachstandsbericht und erste Auswertungen.
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Wie nutzen Besucher städtische Kulturangebote? Ein Monitoring-Projekt liefert erste Erkenntnisse zu Publikum und Teilhabe in Museen, Theater und Musikdirektion.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Erläuterungen
Mit der Vorlage Dez IV/0007/WP19, die für die Sitzung des Betriebsausschusses Kultur und Theater am 07.05.2026 vorgelegt wurde, informierte Dezernat IV zuletzt über den aktuellen Sachstand zur Teilnahme der Stadt Aachen am „KulturMonitoring“ (kurz: „KulMon“) des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung (kurz: IKTf) Berlin.
Zum Zeitpunkt der damaligen Vorlagenerstellung lagen im Dashboard lediglich die aufbereiteten Befragungsdaten bis einschließlich Dezember 2025 vor, sodass eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Befragungsergebnissen noch nicht als zielführend empfunden wurde. Daher wurde entschieden, zunächst noch ein bis zwei weitere Datenimporte abzuwarten, um die zugrunde liegende Stichprobe zu vergrößern. Nicht nur stabilisieren sich bei einer größeren Stichprobe wichtige Kennzahlen (wie z.B. die Mittelwerte), sondern werden statistische Analysen dadurch auch zuverlässiger; diverse statistische Verfahren setzen ausreichend große Fallzahlen voraus, um signifikante Effekte zuverlässig erkennen zu lassen. Zufällige Ausreißer oder ungewöhnliche Antworten haben außerdem bei kleinen Stichproben einen größeren Einfluss; mit einer größeren Stichprobe kann diesem Zufallseffekt entgegengewirkt werden.
Da in der Zwischenzeit weitere Datenimporte erfolgt sind, kann nun ein erneuter Bericht zum aktuellen Sachstand vorgelegt werden, in welchem ein Einblick in die ersten Auswertungen der Befragungen gegeben werden kann.
Projektfortschritt:
Um sicherzustellen, dass sowohl das unterschiedliche Besuchsverhalten der Gäste in den jeweiligen Einrichtungen als auch die individuellen Bedürfnisse und Eigenheiten der Einrichtungen berücksichtigt werden, werden die Dispositionspläne für die Befragungen (Wie viele Personen sind wann vor Ort, um die Befragungen durchzuführen?) in enger Abstimmung mit den Einrichtungsleitungen durch das Befragungsinstitut erstellt und den Einrichtungsleitungen frühzeitig zur Verfügung gestellt. Dieses Vorgehen hat sich seit Befragungsbeginn für alle Beteiligten bewährt und wird seitdem so fortgesetzt. Die Zusammenarbeit mit dem Befragungsinstitut verläuft sowohl auf Ebene der Projektverantwortlichen als auch auf Ebene der Interviewer*innen weiterhin gut und unkompliziert.
Der wöchentliche, digitale Jour Fixe zwischen der Stadt Aachen und der zuständigen Ansprechpartnerin des IKTf findet ebenso weiterhin statt. Hier können offene (inhaltliche oder auch organisatorische) Fragen im bilateralen Austausch besprochen werden. Auch der Austausch mit den Vertreter*innen der Kommunen im Fördermittelprojekt, dem IKTf und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen findet weiterhin statt; der nächste Austausch ist für Oktober geplant. Dabei soll es unter anderem darum gehen, wie ein Benchmark zwischen den am Fördermittelprojekt teilnehmenden NRW-Kommunen aussehen könnte.
In allen am „KulturMonitoring“ teilnehmenden Einrichtungen wird für die Befragungen ein einheitlicher Fragenkatalog mit standardisierten, verpflichtenden Kernfragen und optionalen Zusatzfragen verwendet. Die Auswahl der Zusatzfragen für die teilnehmenden Einrichtungen in Aachen ist in enger Abstimmung mit Dezernat IV, der Theaterleitung sowie der Kulturbetriebsleitung und den Museumsleitungen erfolgt. Dabei wurde entschieden, dass ein gemeinsamer Fragebogen für Theater und Orchester sowie ein gemeinsamer Fragebogen für die drei teilnehmenden Museen entstehen sollte. Nach einem Jahr Befragungszeit besteht die Möglichkeit, alle oder einzelne Zusatzfragen im Fragebogen auszutauschen. Die Befragung kann so auf Grundlage der gewonnenen Erfahrungen und sich verändernder Informationsbedarfe weiterentwickelt werden. Die Weiterentwicklung bietet aus methodischer Sicht Vorteile:
- Die Ergebnisse aus der ersten Befragungswelle können neue Themen sichtbar machen, die für die Einrichtung relevant sind und im ursprünglichen Fragebogen noch nicht berücksichtigt wurden.
- Angebote, Abläufe oder Strukturen der Einrichtung verändern sich oftmals im Zeitverlauf. Dann können bestimmte Fragen an Relevanz verlieren, während andere Aspekte wichtiger werden.
Die Befragungen in den Museen haben im Mai 2025 begonnen, die Befragungen im Theater im September 2025. Der Austausch von Zusatzfragen in den genutzten Fragebögen ist daher nun grundsätzlich möglich; ob dieser auch als sinnvoll erachtet wird, ist noch zu entscheiden.
Aktuelle Datenbasis:
Wie oben bereits beschrieben, lagen zum Zeitpunkt der letzten Vorlagenerstellung im Dashboard die aufbereiteten Befragungsdaten bis einschließlich Dezember 2025 vor. Seitdem wurden weitere Daten ins Dashboard eingespielt. Grundlage für die ersten Auswertungen bildet der Datenexport vom 17.07.2026, der die Befragungsdaten bis einschließlich April 2026 umfasst.
Im betreffenden Zeitraum konnte die folgende Anzahl an Befragungen in den Einrichtungen realisiert werden:
- Centre Charlemagne: 710 Befragungen
- Ludwig Forum für Internationale Kunst: 390 Befragungen
- Suermondt-Ludwig-Museum: 418 Befragungen
- Theater (Schauspiel/Musiktheater sowie klassische Konzerte): 998 Befragungen
Erhoben wurden durch das Befragungsinstitut auch die jeweiligen Abbruch- und Rücklaufquoten. In der nachfolgenden Tabelle werden diese Quoten dargestellt. Hier ist zu beachten: Die Meldung der Abbruch- und Rücklaufquoten erfolgte am 22.04.2026; daher ist eine geringe Differenz zwischen der oben genannten Anzahl der realisierten Interviews und der Tabelle festzustellen (im Ludwig Forum für Internationale Kunst und im Theater wurden nach dem 22.04.2026 noch weitere Befragungen durchgeführt).
Einrichtung | Ansprachen | Abgeschlossene Interviews | Abbrüche | Verweigerungen |
Centre Charlemagne | 928 | 710 (76%)
| 70 (7%) | 148 (16%)
|
Ludwig Forum für Internationale Kunst | 496
| 381 (76%) | 53 (11%)
| 62 (12%)
|
Suermondt-Ludwig-Museum | 536
| 418 (78%)
| 55 (10%)
| 63 (11%)
|
Theater | 1.138 | 976 (86%) | 27 (2%) | 135 (12%) |
Die Rücklaufquoten der Befragungen liegen in allen Einrichtungen zwischen 76% und 86% und sind damit als sehr hoch einzuschätzen. Ein großer Teil der angesprochenen Besucher*innen konnte demnach für eine Teilnahme gewonnen werden. Dies spricht für eine hohe Akzeptanz der Befragung. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass es sich hierbei um eine freiwillige Befragung handelt.
Erste Auswertungen:
Auf Grundlage dieser Vorbemerkungen kann nun ein Einblick in die ersten Auswertungen der Befragungen gegeben werden. Erste Auswertungen liegen zu folgenden Variablen vor:
- Geschlecht
- Alter
- Formal höchster Bildungsabschluss (nach ISCED)
- Wohnort
- Anreise
- Anteil der Erstbesucher*innen
- Durchschnittliche Anzahl der Besuche pro Jahr
- Zeitpunkt des Ticketkaufs
- Relevanz der Besuchsgründe
Um eine ausführliche Deskription und inhaltliche Einordung der Daten zu ermöglichen, werden die schriftlichen Ausführungen hierzu in die Anlage dieser Vorlage verschoben.
Ausblick:
Mit dieser Vorlagewurde ein ausführlicher Überblick über die ersten Auswertungen im Rahmen des „KulturMonitoring“ in den städtischen Museen, Theater und Musikdirektion gegeben. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Beteiligten sich weiterhin intensiv mit den Daten des „KulturMonitoring“ auseinandersetzen. Dabei werden sowohl die weitere Entwicklung der hier bereits vorgestellten Items als auch die Analyse weiterer Items in den Blick genommen. Neben der deskriptiven Beschreibung und Einordnung der Daten wird eine wesentliche Aufgabe darin bestehen, aus den Daten Maßnahmen für die Weiterentwicklung der Einrichtung und ihrer Besucher*innenstruktur abzuleiten, diese in die Umsetzung zu bringen und über den weiteren Verlauf des „KulturMonitoring“ auch ein Stück weit zu evaluieren. Über die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung wird der Ausschuss zu gegebener Zeit informiert werden.
Betroffene Straßen
Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.
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Projekt: KulturMonitoring Aachen
Zum ProjektDie Stadt Aachen führt ein KulturMonitoring durch, um die Besucherstruktur und -zufriedenheit in kulturellen Einrichtungen zu analysieren.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
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Worum geht es?
Wie nutzen Besucher städtische Kulturangebote? Ein Monitoring-Projekt liefert erste Erkenntnisse zu Publikum und Teilhabe in Museen, Theater und Musikdirektion.
Projekt
KulturMonitoring Aachen
Auch: KulMon, KulturMonitoring
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PrüfauftragVerfahrensstand
Maßnahme geplantModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 5.10.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Dezernat IV
- Geändert
- 4.10.2026
Technische Details
ID: 1012613
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1012613
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1012613