Vorlage·FB 36/0080/WP19·17. November 2026

Energie- und Treibhausgasbilanz 2025

Inhalt

Beratungsfolge

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Wie entwickelt sich Aachens Energieverbrauch und CO₂-Bilanz? Die jährliche Bilanz zeigt Fortschritte und Handlungsfelder für den Klimaschutz auf.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Erläuterungen

Für die Stadt Aachen wird seit 1993 regelmäßig und seit 2010 jährlich eine CO₂-Bilanz erstellt. Als Basisjahr wurde das internationale Referenzjahr 1990 ausgewählt. Die Bilanz umfasst eine Endenergiebilanz und eine Primärenergiebilanz, die nach der Life-Cycle-Assessment-Methode (LCA) erstellt wird, sowie eine CO₂-Emissionsbilanz. Mit dieser Bilanz werden die Entwicklungen bzw. Fortschritte im Klimaschutz analysiert und bewertet. Die Berechnungen werden mit dem Bilanzierungstool ECORegion der Schweizer Firma Ecospeed AG durchgeführt.

Grundlage der Bilanzierung sind die jährlich erhobenen Daten zur Energieeinspeisung in die städtischen Versorgungsnetze (Regionetz / Stadtwerke Aachen), die Verbrauchsdaten des Gebäudemanagements und des Stadtbetriebs, die Schornsteinfegerdaten sowie Daten aus der Studie „Mobilität in Deutschland” und aus der Stadtstatistik (Einwohner, Fahrzeugkilometer, Arbeitsstatistik und Bundesstatistik sowie vom Land NRW bereitgestellte Daten).

Erfasst werden die Endenergiebedarfe bzw. -verbräuche innerhalb des Bilanzierungsraums Stadt Aachen, d. h. im Wesentlichen der örtliche Strom-, Gas-, Fernwärme-, Heizöl- und Kraftstoffverbrauch. Die darauf aufbauende Primärenergiebilanz (LCA) umfasst darüber hinaus die sogenannten Vorkettenanteile der jeweils genutzten Endenergieträger. Berücksichtigt wird dabei der Aufwand, der zur Gewinnung bzw. Herstellung und zum Transport der Energie zum Endverbraucher in Aachen erforderlich ist. Auf Basis der LCA-Bilanz wird abschließend die CO₂-Bilanz erstellt.

In der Anlage werden die Entwicklungen des Endenergiebedarfs und der Treibhausgasemissionen der Sektoren „Strom”, „Wärme” und „Mobilität” sowie die Gesamtentwicklung beschrieben.

Schlussfolgerungen

Die Zahlen für das Jahr 2025 zeigen ein gemischtes Bild. Seit 1990 konnte Aachen den Endenergiebedarf um 19 Prozent und die Emissionen um 40 Prozent reduzieren. Zuletzt hat sich die Entwicklung jedoch wieder abgeschwächt.

Um die Treibhausgasemissionen nachhaltig weiter zu senken, ergeben sich für Aachen folgende Chancen:

Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen

Im Zuge der laufenden FNP Planungen Wind wurde das enorme örtliche Potential der Windenergie für Klimaschutz, Energieunabhängigkeit und Steigerung der Resilienz erkennbar; die Stromeinspeisung der Windenergie sollte sich durch das geplante Repowering der 9 alten Anlagen um ca. 100 GWh und durch die Ausweisung neuer Flächen für den Zubau von Windenergieanlagen um weitere 100 – 200 GWh erhöhen. Auch bei der Photovoltaik besteht weiterhin ein großes Ausbaupotenzial; bis dato dürften noch keine 20 % der vorhandenen Ausbaupotenziale genutzt sein. Insbesondere Dach- und Fassadenflächen können und sollten genutzt werden, ohne dass zusätzliche Flächen verbraucht werden. Zudem ergänzt sich Photovoltaik gut mit Windenergie, da Windenergie tendenziell stärker in sonnenarmen Monaten einspeist.

Wärmewende vorantreiben

Ein enormes Minderungspotenzial bietet auch der Ausbau der Fernwärme. Und durch die geplante Abschaltung des Braunkohlekraftwerks Weisweiler im Frühjahr 2029 wird die Fernwärmeauskopplung auf die bestehende Müllverbrennungsanlage umgestellt. Dadurch reduziert sich der Emissionsfaktor von 237 g CO₂äq/kWh auf 54 g CO₂äq/kWh. Ein weiterer Ausbau der dann noch klimafreundlicheren Fernwärme im Stadtgebiet bietet weitere Chancen zur Emissionsminderung.

Wärmepumpe als klimafreundliche Alternative

Im Neubau ist die Wärmepumpe mittlerweile die mit Abstand beliebteste Wärmequelle; aber auch bei Heizungserneuerungen im Gebäudebestand gewinnt die Wärmepumpe deutlich an Zustimmung; dies gilt nicht nur für den Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser, sondern zunehmend auch für Mehrfamilienhäuser bzw. den Geschosswohnungsbau.

Batteriespeicherausbau vorantreiben

Einen großen Effekt werden auch die auf dem Stadtgebiet derzeit entstehenden dezentralen und zentralen Batteriespeicher haben. Sie leisten einen Beitrag zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit in der Stromversorgung und sind ein wichtiger Hebel, um Vertrauen in die Nutzung und stetige Verfügbarkeit von Erneuerbaren Energien zu erzeugen.

Ausblick 2030

Zahlreiche Klimaschutztechnologien haben in den zurückliegenden Jahren ihre Marktreife und Wirtschaftlichkeit erreicht und „starten durch“. Es ist davon auszugehen, dass sich die dabei erkennbaren Trends (u.a. in den Bereichen von Elektrofahrzeugen, der Solarenergie, der Wärmepumpe) fortsetzen und nochmals dynamisieren. Für den Klimaschutz ergeben sich daraus enorme Chancen!

Um dies zu veranschaulichen wird Verwaltung - basierend auf klar definierten Planungszielen und erkennbaren Trends - eine belastbare Prognose für die Klimabilanz des Jahres 2030 vorlegen.

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KI-Analyse

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Worum geht es?

Wie entwickelt sich Aachens Energieverbrauch und CO₂-Bilanz? Die jährliche Bilanz zeigt Fortschritte und Handlungsfelder für den Klimaschutz auf.

Projekt

Energie- und Treibhausgasbilanz

Auch: CO₂-Bilanz Aachen, Klimabilanz 2025

Strategien & Programme

Integriertes Klimaschutzkonzept

Kategorien

Energie & KlimaHaushalt & Finanzen

Schlagworte

KlimaschutzEnergieeffizienzErneuerbare EnergienTreibhausgasemissionen

Betroffene Gruppen

BürgerUnternehmenStadtverwaltung

Handlungstyp

Kenntnisnahme

Verfahrensstand

Abgeschlossen

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 2.11.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
24.10.2026
Technische Details