Vorlage·FB 61/0403/WP18·2. Juni 2022

Bebauungsplan - Siegelallee / Robert-Schuman-Straße - zwischen Siegelallee, Robert-Schuman-Straße und dem Gelände der Schützenvereinehier: Aufstellungsbeschluss

Inhalt

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Ein neues Baugebiet in Aachen-Mitte soll für eine Feuer- und Rettungswache sowie Ersatzsportflächen entwickelt werden. Die Planung reagiert auf Defizite im Brandschutz und Rettungsdienst.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Sie empfiehlt dem Planungsausschuss zur Errichtung einer Feuer- und Rettungswache die Aufstellung des Bebauungsplanes – Siegelallee / Robert-Schuman-Straße - für den Bereich zwischen Robert-Schuman-Straße, Siegelallee und dem Gelände der Schützenvereinezu beschließen.

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Er beschließt gemäß § 2 Abs.1 BauGB zur Errichtung einer Feuer- und Rettungswache die Aufstellung des Bebauungsplanes – Siegelallee / Robert-Schuman-Straße / Siegelallee - für den Bereich zwischen Robert-Schuman-Straße, Siegelallee und dem Gelände der Schützenvereine.

Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Ausgangslage

Das Plangebiet liegt in Aachen-Mitte, zwischen Robert-Schuman-Straße, Siegelallee und dem Gelände zweier Schützenvereine. Es umfasst die Flurstücke 1159 und 1160 mit einer Gesamtgröße von etwa 2,3 ha. Der zentrale Bereich ist mit einem Sportplatz (Ascheplatz) belegt, im östlichen Bereich, welcher ca. 6 m höher liegt, befindet sich ein öffentlich zugänglicher Bolzplatz und das zum Sportplatz gehörende Umkleidegebäude. Die Grenzen des Grundstücks sind mit Bäumen eingefasst und der Bereich um den Bolzplatz ist mit dichtem Gehölz bewachsen. Im Westen schließt eine Grünfläche an.

Am 22.06.2017 wurde auf der Fläche Siegelallee / Robert-Schuman-Straße der Aufstellungsbeschluss A 272 für eine multifunktionale Sporthalle (Tennis und Leichtathletik) gefasst. Am 22.02.2018 wurde im Planungsausschuss beschlossen, das Verfahren zunächst ruhen zu lassen und offene Fragen im Hinblick auf mögliche Bedarfe für Feuerwehr- oder Schulsportnutzung zu klären. Da die Bedarfe der Feuerwehr Priorität haben, ist die Planung einer Tennishalle auf der Fläche nicht mehr vorgesehen. Ziel ist die Errichtung einer neuen Feuer- und Rettungswache. Der Aufstellungsbeschluss A 272 soll in einem parallelen Verfahren aufgehoben werden.

  1. Ziel und Zweck der Planung (Planungsanlass)

Der Anlass der Planung ist der im Mai 2018 aufgestellte Brandschutzbedarfsplan. Dieser hat unter anderem das Ergebnis, dass Bereiche der Innenstadt, des südwestlichen Stadtgebietes und der Bereich Preuswald weder durch die Berufs- noch durch die Freiwillige Feuerwehr fristgerecht erreicht werden können. Aufgrund der Abdeckungsdefizite ist eine strukturelle Anpassung mit einer vierten Feuerwache unausweichlich. Neben der Notwendigkeit der Feuerwache wird im Rettungsdienstbedarfsplan auch eine notwendige Ergänzung der Rettungsmittelvorhaltung im westlichen Einsatzbereich definiert. Der auf der Fläche liegende Sportplatz kann bei Realisierung der Feuer- und Rettungswache nicht erhalten werden. Als Ausgleich soll eine Kunstrasenfläche mit Trainingsbeleuchtungsanlage und Umkleidehaus im Plangebiet errichtet werden. Außerdem soll der vorhandene Bolzplatz, wenn möglich, erhalten oder ein Ersatz geschaffen werden.

Im Brandschutzbedarfsplan wurde für die 4. Feuerwache die optimale Lage im Stadtgebiet ermittelt. Diese befindet sich im Bereich Brüsseler Ring/Lütticher Straße. Da hier keine Fläche zur Verfügung steht, wurde eine Flächensuche in der Umgebung von Brüsseler Ring/Lütticher Straße durchgeführt und alle potentiellen Flächen anhand diverser Kriterien eingehend untersucht. Die Untersuchung ergab, dass bei jeder Fläche Hemmnisse für die Realisierung einer Feuer- und Rettungswache vorhanden sind. In der Gesamtbewertung erhielt die Fläche Siegelallee/Robert-Schumann-Straße die beste Bewertung. Bei den anderen Flächen sind so starke Restriktionen vorhanden, dass diese in der Summe dazu führen, dass sie für eine Feuer- und Rettungswache nicht geeignet sind.

Das Plangebiet liegt im Regionalplan innerhalb eines regionalen Grünzugs und soll somit von Bebauung freigehalten werden. Im regionalen Grünzug können ausnahmsweise Bauflächen festgesetzt werden, wenn die besondere öffentliche Zweckbestimmung für bauliche Anlagen der Kommunen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz dies erfordert. Voraussetzung hierfür ist aber, dass keine Alternativen außerhalb des betroffenen Grünzuges bestehen und die Durchgängigkeit und Funktionsfähigkeit des Grünzuges erhalten bleibt. Anhand der Flächensuche konnte dargelegt werden, dass in dem Suchraum keine alternativen Flächen zur Verfügung stehen. Daher konnte seitens der Bezirksregierung eine „Anpassung an die Ziele der Raumordnung und Landesplanung“ in Aussicht gestellt werden. Allerdings muss bei der Umsetzung der möglichst optimale Erhalt der Funktionen des Regionalen Grünzugs gewährleistet werden.

Der Geltungsbereich wird im Flächennutzungsplan AACHEN* 2030 als „Grünfläche“ mit der Zweckbestimmung „Sportplatz“ dargestellt. Der Planungsbereich tangiert im Westen einen Bereich mit der Klimasignatur „Belüftungsbahn Stadtklima.“

Das Plangebiet liegt nicht im Geltungsbereich des derzeit geltenden Landschaftsplans 1988. Aktuell wird der Landschaftsplan neu aufgestellt. Im Vorentwurf des neu aufzustellenden Landschaftsplans wurde das Plangebiet mit dem Schutzziel „Landschaftsschutzgebiet“ belegt und damit in den Geltungsbereich des Landschaftsplans aufgenommen. Aufgrund der naturschutzfachlichen Neubewertung ist vorgesehen, dass diese Darstellung zurückgenommen wird. Damit soll die Fläche außerhalb des Geltungsbereichs des neu aufzustellenden Landschaftsplans liegen.

Ein Bebauungsplan ist auf der Fläche nicht vorhanden. Zur Umsetzung der Planung ist es erforderlich, Planungsrecht zu schaffen. Hierfür sind der Flächennutzungsplan zu ändern und ein Bebauungsplan aufzustellen. Aufgrund der komplexen Randbedingungen des Grundstücks kam der Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung am 04.08.2020 zu dem Ergebnis, dass das künftige Bauleitplanverfahren an ein qualitätssicherndes Verfahren geknüpft werden soll.

  1. Klimanotstand

Entsprechend dem Beschluss des Rates vom 19.06.2019 sollen die Auswirkungen der Beschlüsse hinsichtlich der Klimaschutz- und Klimaanpassungsaspekte dargestellt werden, um die Gremien bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.
Die Prüfung anhand der Klimacheckliste (siehe Anlage 4) hat ergeben, dass der Standort für die geplante Nutzung und eine bauliche Entwicklung des Areals geeignet ist, wenn die Belange des Klimaschutzes, des Stadtklimas (Kaltluft), der Klimaanpassung, des Baumschutzes, der Grün- und Freiraumbelange sowie der Mobilität vorrangig berücksichtigt und mit der Planung einhergehende negative Folgen weitestgehend minimiert werden. In der Klima-Checkliste sind als zusammenfassende Bewertung die Aspekte benannt, die in der nächsten Planungsphase zu beachten sind.

  1. Beschlussempfehlung

Die Verwaltung unterstützt die Planung, für deren Umsetzung jedoch die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich ist. Die Ziele der Planung widersprechen den Zielen des Aufstellungsbeschlusses A 272, welcher hier eine Fläche für eine multifunktionale Sporthalle vorsieht. Die Verwaltung empfiehlt daher, einen neuen Aufstellungsbeschluss für den Bereich zwischen Robert-Schuman-Straße, Siegelallee und dem Gelände der Schützenvereine zum Bau einer Feuer- und Rettungswache zu fassen, um den Planungsprozess koordiniert durch ein Bebauungsplanverfahren durchzuführen. Außerdem empfiehlt die Verwaltung, die Unterbringung eines Ersatzsportplatzes zu prüfen. Der Aufstellungsbeschluss A 272 soll in einem parallelen Verfahren aufgehoben werden.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

X

Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

X

nicht bekannt

Betroffene Straßen

Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.

4 Straßen

Karte wird geladen…

Dokument

Sammeldokument öffentlich6.0 MB
PDF-Viewer wird geladen...

Weitere Dokumente (4)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Projekt: Feuer- und Rettungswache Siegelallee

Zum Projekt

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan A 313 wird aufgehoben, um die Genehmigung eines Ersatzsportplatzes zu beschleunigen.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

StadtentwicklungMaßnahme geplant2. Juni 2022 – 22. Jan. 20262 Vorlagen
Projektzuordnung per KI erkannt – automatisch gruppiert, kann Fehler enthalten.

KI-Analyse

Diese Informationen wurden automatisch per KI extrahiert und können Fehler enthalten.

Worum geht es?

Ein neues Baugebiet in Aachen-Mitte soll für eine Feuer- und Rettungswache sowie Ersatzsportflächen entwickelt werden. Die Planung reagiert auf Defizite im Brandschutz und Rettungsdienst.

Projekt

Feuer- und Rettungswache Siegelallee

Auch: Feuerwache Siegelallee, Rettungswache Robert-Schuman-Straße

Strategien & Programme

Brandschutzbedarfsplan AachenRettungsdienstbedarfsplan Aachen

Kategorien

Feuerwehr & RettungStadtentwicklung

Schlagworte

BebauungsplanFlächennutzungsplanKlimaschutzSportflächenausgleich

Betroffene Gruppen

Anwohner MitteFeuerwehrangehörigeSportler

Handlungstyp

Planung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Bezirk

Mitte

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
25.2.2026
Technische Details