Sachstand „Studentisches Wohnen / G8“
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Wie reagiert Aachen auf den steigenden Bedarf an Wohnraum für Studierende? Ein Überblick über geplante Projekte und Kooperationen mit Nachbarstädten.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Wohnungs und Liegenschaftsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Das Thema Studentisches Wohnen wird unter Federführung der Hochschulbeauftragten im Projektmanagement behandelt. Eine enge Vernetzung mit den strategischen Aufgaben der Aachen-Strategie-Wohnen ist durch die gleich gelagerte Dienststellenbeteiligung gewährleistet.
Die Vorlage informiert über den aktuellen Sachstand im Bereich studentisches Wohnen und ist gleichzeitig im Kontext der Aachen-Strategie-Wohnen zu sehen, die damit einen zusätzlichen Schwerpunkt erhält.
An der RWTH Aachen fingen im Wintersemester 2011/12 mit 8.183 so viele Erstsemester an wie nie zuvor (WS 2010/11: 6.200 Studierende); an der FH Aachen waren es 2.600 (WS 2010/11: 2.000 Studierende). Der studentischeWohnungsmarkt ist daher schon jetzt angespannt, obwohl das Gros der zusätzlichen Studierenden aus dem doppelten Abiturjahrgang erst 2013/14 erwartet wird.
Gegenüber dem Jahr 2012 wird sich die Zahl der Studierenden in Aachen für die Jahre 2014 und 2015 von derzeit 44.540 auf ca. 48.600 erhöhen (vergleiche Statistik in der Anlage).
Aufgrund der beschriebenen Situation verzeichnet die Bauverwaltung eine Vielzahl von Gesprächen mit Investoren und Architekten für den Bereich studentisches Wohnen (siehe Tabelle Übersicht studentisches Wohnen FB 63 in der Anlage).
In insgesamt 11 Fällen wurden bereits Baugenehmigungen erteilt, davon wurden bereits bei vier Vorhaben mit dem Bau begonnen, in zwei Fällen ist der Bau bereits fertig gestellt.
Diese 11 Bauvorhaben stellen zusätzliche 569 Betten zur Verfügung
Weitere Bauvoranfragen und Bauanträge liegen in 6 Fällen vor. Würden diese Vorhaben realisiert, würde dies zusätzlich 320 Betten ausmachen.
Die Bauverwaltung führte außerdem Vorgespräche mit weiteren 5 Investoren (u.a. mit dem Studentenwerk). Bei Verwirklichung dieser Vorhaben würde eine weitere Zahl von 723 Betten realisiert.
Insgesamt ist festzustellen, dass selbst die Verwirklichung aller Bauvorhaben nur ca. 1.800 weitere Betten schafft und damit in den Jahren 2014 und 2015 ein zusätzlicher Bedarf zu decken ist.
Die in der Anlage beigefügte Tabelle zur Wohnsituation von Studierenden zeigt vor allem, dass ein weiterer Bedarf an Mietwohnungen verschiedener Größe (Singlewohnung, Wohnen mit Partner, Wohngemeinschaften) entstehen wird. Daher muss bei aktuellen Bauvorhaben neben dem öffentlich geförderten Wohnungsbau (vgl. Aachen-Strategie-Wohnen) auch der frei finanzierte Geschosswohnungsbau im Fokus stehen. Dabei ist es sinnvoll, mit Blick auf die Tatsache, dass der Engpass im Bereich studentisches Wohnen auf einen klaren Zeitraum bis maximal 2020 begrenzt ist, bei der Planung, die Folgenutzung zu berücksichtigen und entsprechende Konzepte zu entwickeln (Wohnen im Alter, Barrierefreie Wohnen).
Ebenso ist davon auszugehen, dass bei fehlendem passendem Angebot ein Teil der Studierenden durchaus auch bereit ist, ins Umland zu ziehen. In diesem Zusammenhang wird auf den Ratsantrag der SPD-Fraktion vom 29.11.2011 Studentisches Wohnen (siehe Anlage) verwiesen.
Im Rahmen des Projektes G 8 studentisches Wohnen in Aachen finden regelmäßige Abstimmungen und Runde Tische mit den Nachbarkommunen in der StädteRegion und grenzüberschreitend statt. Der Aspekt der Entwicklung von Wohnbauflächen mit konkreter Zielrichtung Studentisches Wohnen wird hierbei behandelt.
Der derzeitige Sachstand konkret beabsichtigter Aktivitäten lautet:
Alsdorf : ca. 300 WE entlang des Schienennetzes werden in Studentenwohnungen umgebaut;
Eschweiler: zwei private Objekte zur Umnutzung angedacht (Mietwohnungskomplex Nähe Westbahnhof; Seniorenresidenz Nähe Talbahnhof).
Für die übrigen regionszugehörigen Städte wurden keine konkreten Entwicklungs-/Baumaßnahmen aufgezeigt.
Die Verwaltung führte ebenfalls Gespräche mit den belgischen und niederländischen Grenzkommunen.
Für den niederländischen Grenzbereich sind nach momentanem Kenntnisstand folgende Aktivitäten geplant:
Vaals: Boardinghouse (30 WE); Neubau von ca. 230 WE; ca. 50 Privatwohnungen zur Anmietung;
Gulpen-Wittem:seit 2010 Neubauprojekte für 134 WE nicht zweckgebunden für Studierende;
Kerkrade:in Überlegung ist die Umnutzung verschiedener Gebäude;
Heerlen:in Überlegung ist die Umnutzung verschiedener Gebäude mit bis zu 500 WE.
Neben den oben beschriebenen Maßnahmen prüft die Verwaltung auch die Möglichkeit temporärer Unterbringung von Studierenden in Behelfswohnanlagen (Wohncontainer). Es liegen Anfragen verschiedener Anbieter und Investoren vor.
Denkbar wäre hier campusnahe, im Eigentum des Landes (RWTH) befindliche Flächen für solche Vorhaben zwischen zu nutzen.
Auswirkungen
finanzielle Auswirkungen ergeben sich nicht |
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Projekt: Studentisches Wohnen
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Projekt
Studentisches Wohnen
Auch: Wohnraum für Studierende, G8-Wohnungsbau
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Handlungstyp
PlanungVerfahrensstand
Problem erkanntModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 2.3.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 23 - Fachbereich Immobilienmanagement
- Geändert
- 23.2.2026